Verkehrsplaner Oismüller zu Einems Beharren auf Semmering-Tunnel

Wien (OTS) - Das starre Festhalten von Verkehrsminister Caspar
Einem am Bau des Semmering-Basistunnels als Reaktion auf den Endbericht der Expertengruppe "Ausbau-Varianten Südbahn" stärkt den Verdacht, daß das Vorhaben nicht ausschließlich aus verkehrspolitischen Gründen durchgezogen werden soll, erklärt der Wiener Verkehrsplaner Helmut Oismüller, auch Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (GSV).

Es sei in höchstem Maß merkwürdig, daß Politiker, die im Regelfall darauf achten, in der Bevölkerung mehrheitlich Zustimmung zu einer Entscheidung zu finden, hier die eindeutige öffentliche Meinung gegen das Projekt ignorierten.

Das Gutachten der Experten hätte dem Verkehrsminister und den anderen Politikern, die sich für den Bau des Semmering-Basistunnels einsetzten, die Möglichkeit eines Rückzuges ohne Gesichtsverlust geboten. Oismüller: "Diese Chance hätte wohl jeder ergriffen, dem es um eine ausschließlich sachlich begründbare Lösung geht."

Den Bau einer Flachbahn durch Westungarn hält der Verkehrsplaner für eine "unter den gegebenen Umständen akzeptable Lösung", doch müßte füreine leistungsfähige Anbindung der burgenländischen und oststeirischen Regionen durch Rekonstruktion bzw. Ausbau der grenzüberschreitenden Schienenverbindungen gesorgt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Redaktion: Peter Kudlicza, Franz Schubert-Straße 20, 3300

Amstetten
Tel. 07472/61 1 97, Fax: 07472/63 8 30,

e-mail:kudlicza@magnet.at

Dipl.-Ing. Helmut Oismüller,
Tel. (01) 470 57 94

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS