EU-Erweiterung: Santer und Mock bei Präsentation des "Kraftbandes Europa" 1

"Österreich hat alle Voraussetzungen, um im neuen Europa "Brückenkopf" und "Kristallisationspunkt" zu werden"

Wien (OTS) - Die Wiener Albertina war heute mittags Schauplatz für die Präsentation einer künstlerischen Arbeit, die sich mit der EU-Erweiterung auseinandersetzt. Der Präsident der EU-Kommission, Jacques Santer, und Österreichs "Mister Europa", Vizekanzler und Außenminister a.D. Alois Mock präsentierten zusammen mit dem Direktor der Wiener Albertina, Konrad Oberhuber, das Projekt. Es zeigt Photoentwürfe mit urbanen als auch ländlichen Sujets aus Europa, die mit aus der Erde ragenden, blauen Bogenelementen versehen sind. Die Arbeit wird von der Concord-Card-Casino-Gruppe gesponsert.

Hannes Mienek, Mitglied des Wiener Künstlerhauses, erklärt seine Arbeit: "Das Kraftband Europa bezieht sich auf die historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bande zwischen Österreich, den Zentren der EU einerseits, den Hauptstädten der Kandidaten für die Erweiterung andererseits. Die künstlerische Kraft und Dynamik des europäischen Kunstraumes, die Visionen und Möglichkeiten des kulturellen Austausches werden in Form von Energieelementen, eben dem EU-blauen Kraftband, symbolisiert. Kunst im Zeichen von Fortschritt und Internationalisierung macht damit ästhetisch-politische Grenzüberschreitung sichtbar."

Der frühere Außenminister und Vizekanzler a.D. Alois Mock, unter dessen Amtszeit am 17. Juli 1989 der Antrag Österreichs auf Beitrittsverhandlungen mit Brüssel abgegeben und die Verhandlungen am 2. März 1994 erfolgreich abgeschlossen wurden, bekannte sich nachdrücklich zum Erweiterungsprozeß: "Wir brauchen die Reform und Vertiefung der EU zu einem neuen europäischen politischen Führungsinstrument. Wir brauchen eine Haltung, die grundsätzlich optimistisch ist, die aus der Vergangenheit lernt und die Lehren aus der Geschichte in eine neue europäische Zukunft einbringt, ohne dabei die Schwierigkeiten zu übersehen, die es zu überwinden gilt."

Mock zitierte dann seine Motive für die Aufnahme von weiteren Beitrittsverhandlungen: "Wir sind diesen Ländern, für die sich das seinerzeitige Jalta-Abkommen als große Enttäuschung und als Weg in die kommunistische Diktatur erwiesen hat, moralisch verpflichtet. Die Bürger dieser unterdrückten Länder mußten selbst ihre Freiheit und Unabhängigkeit erkämpfen. Überall, wo Menschen für ihre Freiheit gekämpft haben, haben sie auch unsere Demokratie mitverteidigt."

Die Erweiterung und Vertiefung der EU bietet zudem auch noch eine besondere Chance: "Österreich hat dadurch die Erfahrungen seiner Geschichte und durch seine geographische Position exzellente Voraussetzungen auch in diesem Europa Brückenkopf und Kristallisationspunkt der Zusammenarbeit zu werden."

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(Siehe auch APA/OTS-BILD)

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