Österreichs Skiindustrie behauptet sich auf schwierigem Markt

Saison 1997/98: Vorjahresumsatz im wesentlichen gehalten - Jeder zweite auf der Welt verkaufte Ski aus Österreich

PWK - Die österreichische Skiindustrie behauptet sich auf einem schwierigen und weiter leicht schrumpfenden Markt. Nach zum Teil dramatischen Rückgängen in den letzten Jahren dürfte die Talsohle nun erreicht sein. "Experten schätzen, daß der Weltmarkt für Alpinski bei knapp über vier Millionen Paar seinen Boden gefunden hat", berichtet der Sprecher der österreichischen Skiindustrie, Christof Schindler. ****

Während die Mengen in der Saison 1997/98 noch um vier bis fünf Prozent zurückgingen, konnten die wertmäßigen Vorjahreszahlen im großen und ganzen gehalten werden. Die Hersteller führen dies in erster Linie auf den Erfolg der neuen "Carving"-Welle zurück, welche die Durchschnittspreise vor allem in den wichtigen Märkten Deutschland und USA leicht anziehen ließ.

Die österreichische Skiindustrie konnte ihre weltweite Vorrangstellung beibehalten: Jeder zweite auf der Welt verkaufte Ski wird nach wie vor in Österreich erzeugt. Die heimische Alpinski-Produktion liegt bei etwa 2,4 Millionen Paar pro Jahr, dazu kommen noch 650.000 Paar Langlaufski und rund eine halbe Million Snowboards. Über 85 Prozent der gesamten österreichischen Skiproduktion wird exportiert.

Besonders gut behaupten konnte sich die heimische Skiindustrie in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland, Italien und der Schweiz. In diesen Ländern ist sie nicht nur die Nummer Eins, sondern konnte ihre Marktanteile sogar noch leicht verbessern. In den USA hat die Carving-Welle voll eingeschlagen, was sich vor allem erfreulich auf die erzielten Durchschnittspreise ausgewirkt hat, die höher als auf jedem anderen Markt sind. Traditionell verfügen die österreichischen Hersteller in Nordamerika allerdings über eine nicht ganz so starke Position wie in Europa.

Am japanischen Markt ist der Abverkauf der hohen Lagerbestände noch immer nicht ganz abgeschlossen. In den letzten Jahren schrumpfte der Markt auf rund 800.000 Paar, von denen jedoch nach wie vor mehr als die Hälfte österreichischer Provenienz sind.

In Österreich selbst verringerte sich das Marktvolumen während der letzten Saison noch leicht und betrug 470.000 Paare. Für die kommende Saison orderte der Handel jedoch um 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr, was optimistisch stimmt. Von den in Österreich verkauften Skiern stammen 90 Prozent von heimischen Herstellern.

Die österreichischen Skifabriken, die derzeit knapp 3000 unmittelbar Beschäftigte zählen, haben sich inzwischen fast vollständig auf Auftragsproduktion umgestellt. Relativ stabil blieb die Produktionslage bei den Langlaufskiern: 54 Prozent der weltweit 1,3 Millionen erzeugten Paare kommen aus Österreich. Bei den Snowboards werden im Jahr rund eine halbe Million produziert, was in etwa einem Drittel des Weltmarktes entspricht. Allerdings fertigen etliche heimische Produzenten ihre Snowboards für ausländische Marken.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Skiindustrie
c/o Fachverband der holzverarbeitenden Industrie
Tel. 712 26 01 DW 16Dr. Alexander Schmied

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/SCHLUß