Österreichs Türkei-Exporte auf Hochtouren

Von 1994 bis 1997 heimische Lieferungen mehr als verdreifacht - Hauptexport-Güter: Kraftwerks-Ausrüstungen und Maschinen

PWK - Österreichs Exporte in die Türkei laufen auf Hochtouren. Dies berichtet der österreichische Handelsdelegierte in Ankara, Peter Sedlmayer. "Nach dem Einbruch im Krisenjahr 1994 - die Exporte lagen bei 1,98 Mrd Schilling - haben sich die österreichischen Ausfuhren in die Türkei sehr erfreulich erholt und weisen kontinuierliche Zuwachsraten auf. 1997 stiegen diese um mehr als 29 Prozent auf 6,6 Mrd Schilling an. In den ersten fünf Monaten des heurigen Jahres zeigt der Trend mit einem Zuwachs von plus 12,3 Prozent weiter nach oben." ****

Importseitig läßt sich ebenfalls ein Anwachsen des Warenstromes aus der Türkei verzeichnen. Die Zuwachsraten lagen im vergangenen Jahr bei 20,8 Prozent, in den ersten fünf Monaten 1998 bei 9,1 Prozent. 1997 betrug das österreichische Handelsbilanzaktivum mit der Türkei 1,8 Mrd Schilling.

Die Türkei weist seit vielen Jahren das stärkste Wirtschaftswachstum in der OECD auf. Zwischen 1992 und 1997 -ausgenommen ist nur das Krisenjahr 1994 - betrugen die jährlichen Zuwachsraten zwischen 6 und 8,5 Prozent. Ein Problem stellt nach wie vor die hohe Inflationsrate dar, die bis Jahresende auf etwa 60 bis 65 Prozent gesenkt werden soll.

Besonders guten Absatz finden österreichische Maschinen, elektrische Kraftwerksausrüstungen, Papier und Kartonprodukte, Textilien, Viskosegarne, Eisen- und Stahlprodukte, chemische Erzeugnisse und Pharmazeutika sowie Straßenfahrzeuge in der Türkei. Eingeführt werden hingegen - 1997 um 4,8 Mrd Schilling - in erster Linie Bekleidung und Textilien bzw. Bekleidungszubehör, Nahrungsmittel, mineralische Rohstoffe, Motoren, Straßenfahrzeuge, Möbel und TV-Geräte.

Sehr erfolgreich sind österreichische Firmen in der Türkei nach wie vor auf dem Energiesektor, so Sedlmayer. "Im Zuge zweier in Bau befindlicher Wasserkraftwerks-Projekte mit einem Österreich-Anteil von über 3,2 Mrd Schilling sowie bei der Erweiterung des von österreichischen Firmen errichteten Wärmekraftwerkes Cayirhan mit einem Auftragsvolumen von mehr als 2 Mrd Schilling spielen unsere Firmen eine führende Rolle." Weitere drei Wasserkraftwerks-Projekte in ähnlicher Größenordnung werden derzeit verhandelt. Die Türkei dürfte damit für die österreichischen Kraftwerksbau-Firmen, nach dem Einbruch im Fernen Osten, zur Zeit den wichtigsten Auslandsmarkt darstellen.

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