Millennium und Bayer gehen das größte Bündnis der Welt zur Arzneimittelforschung in der pharmazeutischen Industrie ein

CAMBRIDGE, Mass., (otsPRNewswire) - Ein revolutionärer Ansatz in der Arzneimittelforschung / Eine Produktionslinie für Arzneimittel auf Genomgrundlage =

Millenium Pharmaceuticals Inc.
(Nasdaq: MLNM) und Bayer AG haben heute den Abschluß einer Allianz bekanntgegeben, von der angenommen wird, daß sie auf dem Gebiet
der pharmazeutischen Medikamentenforschung derzeit die größte ist. Als Gegenleistung für eine Investition von bis zu USD 465 Millionen, einschließlich einer Kapitalbeteiligung von 14% an Millennium, erhält Bayer über einen Zeitraum von fünf Jahren Zugang zu
wesentlichen Technologien der modernen Genomforschung und eine Vielzahl neuer Möglichkeiten zur Arzneimittelentwicklung in diesem Bereich.

Millennium und Bayer werden zusammen einen neuen, auf Produktion ausgerichteten Ansatz verfolgen, um Komposita schnell in klinische Versuche basierend auf der Genomforschung einzubinden. "Dieses Bündnis ist ein großer strategisch wichtiger Schritt, der uns ermöglicht, innovative Medikamente zu entwickeln und diese schneller und kosteneffektiver auf den Markt zu bringen", erklärte Dr. Horst Meyer, Geschäftsführer des Bereichs Pharmazie bei Bayer.

Das Bündnis wird Millennium, eine der führenden Firmen der Welt auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung auf Grundlage des Genoms, die Mittel zur Verfügung stellen, ihre eigenen Arzneimittelforschungs- und -entwicklungsprozesse zu optimieren. "Zusätzlich zur Herstellung eines ständig fließenden Stroms von zu prüfenden Arzneimitteln für Bayer, erhält Millennium das Recht, eine große Anzahl von Targets, Screens mit hohem Durchsatz sowie Hauptkomposita, die sich aus dem Bündnis ergeben, zu entwickeln, um so unsere eigenen noch zu prüfenden Arzneimitteln für die mögliche klinische Entwicklung zu verbessern", sagte Mark Levin, Vorstandsvorsitzender von Millennium.

Die Zusammenarbeit von Millennium und Bayer unterliegt der Hart Scott Rodino Deklaration.

Das Hauptziel des Bündnisses für Millennium ist es, über einen Zeitraum von fünf Jahren 225 wichtige neue "Arzneimitteltargets" zu liefern, die für kardiovaskuläre Krankheiten, Krebs, Osteoporose, Schmerzen, Leberfibrose, Hämatologie und Virusinfektionen als relevant identifiziert worden sind. Aus den für das Bündnis identifizierten Arzneimitteltargets wird Bayer die Targets für ihre alleinige Verwendung auswählen; die restlichen Targets stehen Millennium zur Verfügung und können von ihr für ihre eigene Markenarzneimittelentwicklung verwendet werden.

"Arzneimitteltargets" sind Proteine, exprimiert durch menschliche Gene, die dazu verwendet werden können, kleinmolekulare Arzneimittel zu erforschen und zu entwickeln. In den letzten 100 Jahren der Arzneimittelforschung sind etwa 400 Arzneimitteltargets, die auf menschlichen Genen basieren (von denen es ca. 100.000 gibt) weltweit für die Verwendung in der Entwicklung von medizinischen Therapien identifiziert worden, wobei eine beträchtliche Anzahl von potentiellen Targets übrig bleibt, die es noch zu erforschen gilt.

Millennium integriert umfangreiche Genetik-, Genomik-, Automations-, Informatik- und Arzneimittelforschungstechnologien, die es der Firma ermöglichen, zielgerichtete Untersuchungen im Hinblick auf krankheitsrelevante Targets und Hauptkomposita für die Arzneimittelentwicklung durchzuführen. Die von Millennium entwickelten Technologien erlauben die simultane Identifikation und Untersuchung von Tausenden von neuen Genen und deren Anwendung in der Arzneimittelforschung. "Es ist jetzt möglich, die Genomforschung für die Entwicklung von Arzneimitteln im industriellen Maßstab einzusetzen", erklärte Dr. Wolfgang Hartwig, Leiter der Abteilung Arzneimittelforschung bei der Bayer AG.

Die identifizierten Arzneimitteltargets werden direkt in die Testsysteme integriert und für die Suche nach Hauptkomposita verwendet, unter Zuhilfenahme von Bayer's Roboter Screeningtechnologie mit hohem Durchsatz. Das Screening-Verfahren ist in der Lage, jeden Tag mehr als 100.000 Substanzen zu testen. Mit ihrer Zusammenarbeit zielen Millennium und Bayer darauf hin, die Ergebnisse ihrer Genomforschung schnell in wirtschaftlich rentable Arzneimittel mit einem großen medizinischen Vorteil umzuwandeln.

"Wir freuen uns sehr, in diese neue, bahnbrechende Allianz mit Bayer einzutreten. Die Kombination unserer hocheffektiven Wissenschafts- und Technologieplattform mit dem Roboter Screeningverfahren mit hohem Durchsatz und der Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelentwicklung von Bayer könnte uns in die Lage versetzen, die Arzneimittelentwicklung zu revolutionieren", sagte Levin.

Während der fünfjährigen Laufzeit des Bündnisses wird Bayer insgesamt bis zu USD 465 Millionen in Millennium investieren. Davon bestehen bis zu USD 368,4 Millionen aus garantierten Fonds- und Leistungsvergütungen für die identifizierten Arzneimitteltargets und aus einer Lizenzgebühr für die Verwendung der von Millennium entwickelten Genomtechnologien. Die verbleibenden USD 96,6 Millionen werden von Bayer als Kapitaleinlage gezahlt und stellen einen ungefähren Geschäftsanteil von 14% an Millennium dar. Bayer wird Millennium außerdem für den Verkauf von jedem vermarkteten Produkt Lizengebühren zahlen.

"Diese Zusammenarbeit liefert ein sicheres finanzielles Fundament für Millenniums derzeitige Anstrengungen auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, und bietet auch wichtige finanzielle und nicht finanzielle Ressourcen für die weitere Integration unserer eigenen Anstrengungen hinsichtlich unserer Markenarzneimittelentwicklung", sagte Steven Holtzman, leitender Geschäftsführer von Millennium. "Die ersten Mittel von Bayer, zusätzlich zu unseren derzeitigen Gesellschaftserträgen, erlauben uns, 1998 mit Profit abzuschließen, unter Voraussetzung, daß die Hart Scott Rodino Deklaration in dem erwarteten Zeitrahmen erfolgt".

"Unser Bündnis mit Millennium, dem derzeit größten, stellt eine Synergie der Hauptkompetenzen der beiden Partner dar. Millennium wird uns mit einem reichen Fluß von neuen Arzneimitteltargets versorgen, was, zusammen mit unserer Erfahrung in der Arzneimittelforschung und -entwicklung, unsere Fähigkeit steigern wird, vermarktbare Produkte zu erzeugen. Gleichzeitig erhält unsere Gesundheitsfürsorge-Gruppe Zugang zu modernsten Technologien auf dem Gebiet der Genomforschung", sagte Dr. Meyer.

Millennium, eine führende Arzneimittelforschungs- und Entwicklungsfirma setzt umfangreiche Genetik-, Genomik, Hochdurchsatz-Screening- und Informatiktechnologien auf einer integrierten Wissenschafts- und Technologieplattform ein. Diese innovative Arzneimittelforschungsplattform wird auf dem gesamten Gesundheitsfürsorgesektor eingesetzt, von der Gen-Identifikation bis zur Behandlung der Patienten, um die Forschung und Entwicklung von therapeutischen und diagnostischen Markenprodukten und Dienstleistungen zu beschleunigen und zu transformieren. Millennium hat ihren Hauptgeschäftssitz in Cambridge, Massachussetts und beschäftigt zusammen mit ihren Tochtergesellschaften derzeit mehr als 620 Angestellte.

Bayer ist eine internationale, auf Forschung ausgerichtete Gruppe mit Hauptfirmen auf dem Gebiet der Gesundheitsfürsorge, Chemikalien und Bildgebungstechnologien. Mit mehr als 144.000 Angestellten auf der ganzen Welt hatte die Gruppe im Jahr 1997 DM 5,1 Milliarden Einkommen vor Steuern aus Verkäufen in Höhe von DM 55 Milliarden.

Bayer wurde bei den Verhandlungen über die Transaktion von MPM Capital Advisors, LLC Cambridge, MA, beraten.

Diese Pressemitteilung enthält vorausblickende Feststellungen, die eine Anzahl bekannter und unbekannter Risiken und Unsicherheiten beinhalten. Zu den Faktoren, die bewirken könnten, daß die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denen abweichen, die in solchen vorausblickenden Feststellungen angegeben worden sind, gehören Unsicherheiten in Bezug auf die Gen-Identifikation, Arzneimittelforschung und klinische Entwicklungsverfahren; Veränderungen in Beziehungen zu strategisch wichtigen Partnern und die Abhängigkeit von strategisch wichtigen Partnern für die Durchführung wichtiger Tätigkeiten, die in Kollaborationsverträgen vereinbart worden sind; die Auswirkung von Konkurrenzprodukten und technologischen Veränderungen; Unsicherheiten in Bezug auf den Patentschutz und Unsicherheiten in Bezug auf die Fähigkeit der Gesellschaft, die beträchtlichen zusätzlichen Mittel zu erhalten, die für ihren Fortschritt erforderlich sind. Die Faktoren, die eine Auswirkung auf die Leistung von Millennium haben können, sind detaillierter in den Unterlagen beschrieben, die Millennium der Securities and Exchange Commission eingereicht hat, und enthalten Faktoren, sind jedoch nicht auf diese beschränkt, die unter der Überschrift "Business - Factors That May Affect Results" in dem Jahresbereicht auf Formular 10-K von Millennium für das am 31. Dezember 1997 abgeschlossene Geschäftsjahr, eingereicht am 31. März 1998, aufgeführt werden.

ots Originaltext: Millennium Pharmaceuticals, Inc.
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