AK: Steuerhinterziehung im Gastgewerbe wirksam bekämpfen

Auch "Ab-Hof-Verkauf" von Wein einbeziehen

Wien (OTS) - Die Konsumenten bezahlen die Mehrwertsteuer - der Unternehmer liefert sie nicht ab. Das sei weitverbreitete Praxis, kritisieren die AK Steuerexperten. Besonders in der Gastronomie schätzen Brancheninsider den Umfang der Steuerhinterziehung auf
bis zu 30 Prozent des Umsatzes. Daher begrüßt die AK die derzeit laufenden Kontrollen der Brauereien und Getränkelieferanten durch die Finanzbehörden als "Quelle" von Steuerhinterziehungen durch
die Gastronomie. Die Finanzuntersuchungen sollen auch auf die
Winzer ausgedehnt werden, fordert die AK. ****

AK-Untersuchungen haben ergeben, daß die gemeldete, fällige, aber nicht abgelieferte Umsatzsteuer 17 Milliarden Schilling betrage. Dazu kommt noch jene Steuer, die gar nicht abgeliefert wird: aus Schwarzgeschäften und aus "Ohne-Rechnung-Geschäften entgeht dem Budget jährlich ein mehrstelliger Milliardenbetrag.

Besonders kraß ist diese Praxis im Gastgewerbe: Brancheninsider sprechen von einem Hinterziehungsumfang von 30 Prozent des
Umsatzes. "Gassenverkauf", "Rampenverkauf" oder "Ab-Hof-Verkauf" sind Quellen für derartige Schwarzgeschäfte, die Kontrolle der Finanzbehörden ist daher ein richtiger Schritt zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung, so die AK.

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