Papierindustrie investiert 60 Millionen für die Ausbildung

Neubau des Ausbildungszentrums der österreichischen Papierindustrie in Steyrermühl eröffnet

Wien (Pwk) - Am 23. September wurde das Ausbildungszentrum der österreichischen Papierindustrie - vormals Papiermacherschule - in Steyrermühl im Beisein von Landeshauptmann Josef Pühringer und Spitzenvertretern der österreichischen Papierwirtschaft feierlich seiner Bestimmung übergeben. Der Neubau wurde nach knapp eineinhalbjähriger Bauzeit mit einem Investitionsvolumen von rund 60 Millionen Schilling fertiggestellt. Austropapier-Präsident Robert Launsky-Tieffenthal dazu: "In der Papierindustrie waren wir uns immer einig, dass bei der Ausbildung nicht gespart werden darf, Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft. Das Ergebnis sind die hervorragenden Fachkräfte, über die unsere Industrie verfügt". ****

Es gibt wohl kaum eine Aus- und Weiterbildungseinrichtung, auf die der so oft strapazierte Spruch "Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir" besser passt, als auf das Ausbildungszentrum der österreichischen Papierindustrie. Viele Lehrer der Schule kommen direkt aus der Industrie, praxisbezogener Unterricht ist somit kein leeres Schlagwort, sondern gelebte Wirklichkeit. Nicht umsonst genießt die Schule in Steyrermühl sowohl im Inland als auch im gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus einen hervorragenden Ruf, was unter anderem durch die Vielzahl von Kursteilnehmern aus dem Ausland belegt wird.

Die Ursprünge dieses Ausbildungszentrums gehen bereits auf das Jahr 1938 zurück, als von der Papierfabrik Steyrermühl eine kleine "Lehrecke" für Schlosser- und Elektrikerlehrlinge eingerichtet wurde. Bereits 1967 konnte mit dem ersten "Papiermaschinenkurs" in den Bereich der Erwachsenenbildung eingetreten werden. Dieser Bereich wurde kontinuierlich ausgebaut und mündete 1983 in eine Werkmeisterausbildung, die anfangs 28 Wochen dauerte und im Lauf der Zeit auf nunmehr 31 Wochen - den steigenden Anforderungen entsprechend - erweitert wurde.

1984 wurde erstmals ein Fernlehrkurs angeboten, der einen Abschluss als Papiermacher/-Techniker ermöglichte. Dieses Modell hat sich so sehr bewährt, dass in der Zwischenzeit mehr als 1.000 Erwachsene auf dem "zweiten Bildungsweg" den Lehrabschluss als Papiertechniker absolviert haben.

Die Lehrlinge waren zwischenzeitlich - nach einer organisatorischen Umstellung der Ausbildung (1981) - vom ehemaligen Lehrlingsheim in Steyrermühl an die Berufsschule Gmunden I mit angeschlossenem Internat übersiedelt, sodass das gesamte Gebäude ab diesem Zeitpunkt der Erwachsenenausbildung (Fachkurse, Meisterausbildung, Seminare) zur Verfügung steht. Obwohl bereits 1971 mit einem ersten Zubau neben dem Lehrlingsinternat dem steigenden Raumbedarf Rechnung getragen wurde, musste 1982 das ehemalige Lehrlingsinternat selbst modernisiert werden. Ein weiterer Zubau erfolgte dann 1989 - wiederum um den steigenden Anforderungen (Mess-, Regel-, Steuerungstechnik) gerecht zu werden.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Papierindustrie
Tel. 58886 DW 261

Dr. Gerolf Ottawa

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK