AK-Präsident Dinkhauser fordert Landesmittel für NAP

Mehr Tiroler Eigeninitiative gefragt - Beispiel Aktion 100 des Beschäftigungsvereines

Innsbruck (OTS) Nicht nur der Bund hat Verantwortung für den Abbau der Arbeitslosigkeit, sondern auch das Land soll seinen Teil dazu beitragen. Die dramatische Situation bei den Jugendlichen und bei den Langzeitarbeitslosen - insbesondere bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern über 40 Jahre - verlangt auch Eigeninitiative und Eigenfinanzierung von seiten des Landes, fordert der Tiroler Arbeiterkammer-Präsident Fritz Dinkhauser. Auch andere Bundesländer haben es zu ihrer ganz persönlichen Aufgabe gemacht, mit hohen Zuwendungen diesen so schwer getroffenen Personengruppen - den jungen Menschen und den Langzeitarbeitslosen - aktiv unter die Arme zu greifen.***

Dinkhauser richtet den dringenden Appell an die Landesverantwortlichen, im Zuge der Eigenverantwortung - die beim Nationalen Beschäftigungsplan auch vereinbart wurde - durch entsprechende Überbrückungsfinanzierungen oder temporäre Eigen-Einstellung von Langzeitarbeitslosen in öffentlichen und halböffentlichen Bereichen einen entsprechenden finanziellen Eigenbeitrag zu leisten. "Im Zweifel für die Arbeitslosen! So lange es der Wirtschaft und der Politik nicht gelingt, neue Dauerarbeitsplätze zu schaffen, muß auch das Land seine Verantwortung stärker wahrnehmen", so der AK-Präsident.

...Dinkhauser erinnert auch an die wirksame Tätigkeit des Tiroler Beschäftigungsvereines - ein sozialpartnerschaftlich besetzter Verein, dessen Hauptträger die AK Tirol und das Land Tirol sind. Der Tiroler Beschäftigungsverein hat seit seinem Bestehen schon mehr als 1800 Arbeitssuchenden eine vorübergehende und sinnvolle Beschäftigung geboten und damit eine bedeutende Brückenfunktion zur Eingliederung von Arbeitslosen in Tirol schaffen können.

Als jüngstes Projekt hat die AK Tirol die Idee entwickelt und umgesetzt, arbeitssuchenden Akademikern vorübergehende Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten und die Aktion 100 ins Leben gerufen.

In Tirol sind derzeit rund 500 Akademiker arbeitslos gemeldet. Die Dunkelziffer liegt mindestens doppelt so hoch. Diese jungen Menschen sind hoch qualifiziert, aber sie haben immer weniger Chancen am Arbeitsmarkt, weil auch die öffentliche Hand immer mehr einspart. Deshalb war es die Idee der AK Tirol, die Aktion 100 ins Leben zu rufen, Universitätsabsolventen in geeigneter Form zeitlich begrenzt anzustellen und sie so für das Berufsleben fit zu machen. Bisher wurden 25 Jungakademiker über den Tiroler Beschäftigungsverein angestellt und mit eigenen Projekten betraut. Die AK Tirol hat für dieses Projekt insgesamt 10 Millionen Schilling zu Verfügung gestellt hat, um jungen Menschen den Start ins Berufsleben zu ermöglichen.

"Diese Mittel", so Dinkhauser, "sind wirkungsvoll angelegt. Denn die Aktion 100 gibt jungen Menschen Mut für die Zukunft, Wissen um die eigenen Stärken und damit neues berufliches Selbstbewußtsein. Übrigens, fast alle Aktion-100-Mitarbeiter konnten bereits eine Beschäftigung finden."

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