Regierung muss Arbeitsplatzvernichtung stoppen! GLB für umfassende Information

Wien (OTS) - Am morgigen Mittwoch findet eine Krisensitzung
zwischen der Unternehmensvertretung der ÖBB, der Gewerkschaftsführung und der Regierung statt. Hintergrund ist der bekanntgewordene Plan des Managements, einen radikalen Personalabbau von 10.000 Mitarbeitern bis 2001 einzuleiten sowie dessen Weigerung, in längst notwendig gewordene neue Betriebsmittel in stärkerem Maß zu investieren.

Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) in der Gewerkschaft der Eisenbahner wandte sich heute in einem Appell an Bundeskanzler Klima sowie an den zuständigen Ressortminister Einem, in ihrer Verantwortung als Eigentümervertreter aktiv zu werden und das Arbeitsplatzvernichtungskonzept des ÖBB-Managements zurückzuweisen. Zugleich wird die engere Gewerkschaftsführung aufgefordert, hart zu bleiben und klarzustellen, dass sie gewillt ist, alle zu Gebote stehenden gewerkschaftlichen Kampfmittel anzuwenden, sollte die Unternehmensspitze zu keinem Einlenken bereit sein.

GLB-Vorsitzender Hans Slamanig und Fraktionssekretär Anton Hedenig appellieren für ein Alternativkonzept, das auf offensive Marktpolitik der Bahn setzt und bei allen betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten den volkswirtschaftlich-gesellschaftlichen Funktionen der Bahn Rechnung trägt. "Die Bahn ist nicht irgendein Dienstleistungsbetrieb, sondern ein Verkehrsunternehmen mit volkswirtschaftlicher Rückgratfunktion. Um diese Funktionen erfüllen zu können, braucht die Bahn neben der entsprechenden modernen technischen Ausrüstung auch eine ausreichende Personalausstattung. Es kann auch nicht so sein, dass ständige Versetzungen, Arbeitshetze und nicht konsumierbare Urlaube den Normalzustand darstellen. Das widerspricht allen sozialen Maßgaben, die für ein so großes Unternehmen mit rund 54.000 MitarbeiterInnen unbedingt Geltung haben müssen!"

Der GLB verlangt zudem eine umfassende Information der Belegschaft der ÖBB und der Öffentlichkeit über die Ergebnisse der morgigen Krisensitzung.

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GLB in der GdE,
Tel.: 01-546 41 220

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