Mobilfunk: Nur langfristiges Frequenzmanagement garantiert optimale Entwicklung in Österreich

Wien (OTS) - Jeder fünfte Österreicher telefoniert bereits via Handy, bis Jahresende wird es jeder vierte sein. Österreich befindet sich im Mobilfunk auf der Überholspur. "Um diese Entwicklung nicht zu gefährden, muß jedoch die Frequenzvergabe langfristig geplant werden", sagte heute Heinz Sundt, Generaldirektor der MOBILKOM AUSTRIA AG, bei einem Vortrag am Institutefor International Research in Wien. In Zukunft wird die Datenübertragung im Mobilfunk deutlich an Bedeutung gewinnen. Damit wird, in Verbindung mit der prognostizierten Kundenentwicklung, das Verkehrsaufkommen im GSM-Netz dramatisch steigen.

Mit einem Anteil von fast 21% Handybenutzern liegt Österreich innerhalb der EU-Länder derzeit an 7. Stelle. Die Neuzuwächse sind hierzulande jedoch so hoch, daß Österreich bald zu den "großen Vier" (Finnland, Schweden, Italien und Dänemark) aufschließen könnte. Im Jahr 2000 könnte schon jeder zweite Österreicher mobil telefonieren.

In den kommenden Jahren wird die Datenübertragung stark an Bedeutung gewinnen und das Mobilfunkgeschäft enorm ausweiten. Schon heute kann man via Handy ins Internet einsteigen sowie Nachrichten verschicken und empfangen. Derzeit beträgt der Anteil der Datenübertragung nur 2%, bis zum Jahr 2005 ist jedoch mit einem Anteil von 25% zu rechnen. Zwei neue Technologien, HSCD (High Speed Circuit Switched Data) und GPRS (General Packed RadioServices) werden in naher Zukunft für schnellere Übertragungsraten sorgen. Damit können viele Formen von Multimedia, Text und bewegten Bildernübertragen werden. Die nächste Technologie-Generation UMTS, die Übertragungsraten von 2 Mbit/s ermöglicht, wird erst ab 2002 und flächendeckend erst ab 2005 zur Verfügung stehen.

"In den bestehenden GSM-Netzen wird es daher schon bald zu Kapazitätsengpässen kommen. Die Regulierungsbehörden müssen aus diesem Grund die Erfordernisse für eine kontinuierliche Entwicklung der Mobilkommunikation bis zum Jahr 2005 berücksichtigen. Der Vergabe von Frequenzen muß ein langfristiges Frequenzmanagement zugrundegelegt werden", so Sundt.

Die freie Entwicklung der Mobiltelefonie in Österreich ist besonders für die Wirtschaftstreibenden von größter Bedeutung, wie eine kürzlich veröffentlichte GfK-Studie belegt. Laut dieser Studie trägt der Mobilfunk für zwei Drittel der Unternehmen wesentlich zum Geschäftserfolg bei. "Wenn das Wachstum eines Mobilfunkanbieters durch Frequenzknappheit verhindert wird, hat dies automatisch eine negative Auswirkung auf den Gesamtmarkt".

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