Dirnberger: Wirtschaftskammer plant mit Etikettenschwindel eine Krankensteuer Scharfe Kritik an Vorschlag von WK-Funktionär Martin Mayr

Wien (OTS) - Die von Wirtschaftskammerfunktionär Martin Mayr vorgeschlagene Umbenennung der Krankenscheingebühr auf eine Behandlungsgebühr mit Enführung der Chipkarte stößt auf Widerstand. "Ein dreister semantischer Ausflug der Wirtschaftskammer, ein Etikettenschwindel", wettert AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB).

Sozialministerin Hostasch konnte nach entsprechendem Druck des ÖAAB vorige Woche dazu bewogen werden, das "Aus" der Krankenscheingebühr zuzugestehen. Dirnberger: "Was ist von dieser Führung der Wirtschaftskammer zu halten, die, die den Patienten schon bei der Einführung der Krankenscheingebühr gegebene fixe Zusage der Abschaffung im Falle der Chipkarten plump umgehen will?"

Selbstbehalte sind kein Steuerungselement, sondern eine Geldbeschaffungsaktion

WK-Mayr habe dabei nicht nur seinen Charakter eindeutig dargestellt, sondern auch den Charakter des Vorstoßes einer Geldbeschaffungsaktion - "die Krankenkassen können die 600 Millionen pro Jahr gut brauchen" - offengelegt, deckt Dirnberger auf. Die Untersuchungen verschiedener Krankenversicherungsträger hätten unisono ergeben, daß mit Selbstbehalten kein Steuerungseffekt zu bewirken sei. Dirnberger fordert in diesem Zusammenhang echte Einsparungspotentiale mit einer verstärkten Selbstmedikation zu nutzen. "Die Entmündigung der österreichischen Patienten durch den Zwang eines Arztbesuches für die Ausstellung von Rezepten muß fallen. Die Wahlfreiheit für den Patienten, entweder einen Arzt aufzusuchen oder direkt die Beratung eines Apothekers in Anspruch zu nehmen, erspart auch den Krankenkassen Milliarden", fordert Dirnberger.

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