Apotheker sorgen für flächendeckende Versorgung mit Impfstoffen

Wien (OTS) - Die Apotheker haben bei ihrer Mitarbeit an der Zeckenschutzimpfung (FSME) Pionierarbeit in Österreich geleistet. Diese Erfahrung bringen die Apotheker nun in das Wiener Impfprogramm 1999 ein. Das berichtete heute der Präsident der Wiener Apotheker, Mag. pharm. Heinrich Burggasser, bei einem Pressegespräch mit Landtagspräsidentin Maria Hampel-Fuchs und Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder.

"Bei keiner anderen Impfaktion konnte ein so hoher Durchimpfungsgrad - annähernd 90% - bei der gefährdeten Bevölkerung erreicht werden, wie bei der FSME-Impfung. Das führen wir auf die enge Zusammenarbeit von Apothekern, Ärzten, Industrie, Krankenkassen und öffentlichen Stellen zurück. Mit diesem Modell wollen wir, modifiziert und verbessert, nun auch bei den Kinderimpfungen eine ähnlich hohe Durchimpfungsrate erreichen", erklärte Burggasser.

Mit dem Wiener Impfkonzept stehen allen Wiener Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 15. Lebensjahr alle vom obersten Sanitätsrat empfohlenen Impfungen kostenlos zur Verfügung. Diese Impfungen sind: Diphterie, Pertussis, Tetanus, Haemophilus influenza b, Polio, Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln. Der Impfstoff wird von den Ärzten in den Apotheken besorgt und in den Ordinationen vorrätig gehalten, oder die Eltern können ihn mit dem Impfgutschein in der nächsten Apotheke selbst kostenlos abholen.

Für Burggasser hat das neue Wiener Impfkonzept somit mehrere Vorteile: "Alle Kinder und Jugendlichen können gratis geimpft und damit die Durchimpfungsrate deutlich erhöht werden.

Durch die Versorgung mit Impfstoffen von den Apotheken aus, kommt es zu einer bedarfsgerechten, flächendeckenden Verteilung. Es kommt daher auch zu keinem Verfall von womöglich zuviel gekauftem und nicht verbrauchtem Impfstoff. Schließlich kann auch eine zentrale Impfstatistik erstellt werden. So kann die Durchimpfungsrate genau errechnet und eventuell notwendige Verbesserungen in der Durchführung schneller veranlaßt werden."

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