Pühringer empfängt informelles Agrarministertreffen

Oberösterreichischer Landeshauptmann: Bei Agrarreform geht es um Zukunft der ländlichen Regionen

St. Wolfgang (OTS) - Der oberösterreichische Landeshauptmann,
Dr. Josef Pühringer, hieß die Teilnehmer des informellen EU-Agrarministertreffens am Montag abend bei einem Empfang des Landes Oberösterreich in St. Wolfgang willkommen. Oberösterreich ist das Heimatland des österreichischen Landwirtschaftsministers und derzeitigen EU-Ratsvorsitzenden, Mag. Wilhelm Molterer. Pühringer unterstrich, daß die Zukunft der Landwirtschaft von der Qualität der derzeit in der EU diskutierten Agrarreform abhängt. Es geht dabei jedoch nicht nur um die Landwirtschaft, sondern auch um die Zukunft der ländlichen Regionen. Mit der Landwirtschaft ist ein Stück Lebensqualität verbunden, würdigte der oberösterreichische Landeshauptmann und Agrarlandesrat die vielfältigen Leistungen der bäuerlichen Familienbetriebe über die Produktion von Lebensmitteln hinaus. Zu den Vorschlägen der EU-Kommission zur Agenda 2000 merkte Pühringer an, daß aus Sicht der oberösterreichischen Landwirtschaft in einigen Punkten wie den zu starken Preissenkungen noch Veränderungen notwendig sind. "Ich hoffe sehr, daß die Vorschlägeder Kommission im Interesse der Bauern und des gesamten Landes noch weiterentwickelt werden", so Pühringer. ****

Die Landwirtschaft steht aber nicht nur für Lebensqualität, sie ist, so Pühringer, in Oberösterreich in jeder zweiten Gemeinde der wichtigste Wirtschaftsbereich. Die Landwirtschaft sichert alleine in Oberösterreich 70.000 Arbeitsplätze in vor- und nach gelagerten Sektoren. Mit durchschnittlich 19,7 ha Betriebsgröße ist die oberösterreichische Landwirtschaft klein strukturiert. "Diese Struktur muß auch nach der Reform beibehalten werden. Wir wollen auch in Zukunft bäuerliche Familienbetriebe", forderte Pühringer, daß die multifunktionalen Leistungen der Landwirtschaft zur Kenntnis genommen und fair mit Ausgleichszahlungen und Abgeltungen entlohnt werden. "Das sind keine Subventionen", sagte der Landeshauptmann.

Im Zentrum der Einkommensbildung muß nach wie vor die Produktion stehen, sprach sich Pühringer deutlich gegen eine Entkoppelung von Markt- und Einkommenspolitik aus. Die Landwirtschaft braucht positive Einkommensperspektiven.

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