"Richtigstellung der Tatsachen" THWA verurteilt die Käfighühnerhaltung und alle anderen tierquälerischen Haltungsformen in der Europäischen Union!

Wien (OTS) - Diese Forderungen wurden immer wieder in zahlreichen Positionspapieren, zuleTZT am 17. September 1998 an alle 15 EU-Minister der EU als multilaterales Arbeitspapier mitgeteilt.

In jüngster Zeit wurde von Abgeordneten der ÖVP die Mutmaßung geäußert, Tierschützer, im speziellen das THWA, könne bestimmte Formen der Batteriehaltung gutheißen. Dem möchten wir entgegenhalten, daß wir diese Form der Intensivhaltung und alle anderen tierquälerischen Haltungssysteme seit Bestehen des Vereines kategorisch ablehnen.

In Österreich wird auf politischer Ebene offensichtlich bewußt ein Keil zwischen die Tierschutzbewegung getrieben, um Grabenkämpfe untereinander zu provozieren.

Christian Janatsch, Präsident THWA: "Es ist sehr bedauerlich, wenn die ohnehin schon bestehenden Intrigen im Tierschutz von Politikern auch noch bewußt gefördert und ausgenutzt werden."

Das THWA sieht zwar in der EU-Richtlinie 98/58 EG zum Schutz der landwirtschaftlichen Nutztiere prinzipiell einen Schritt in die richtige Richtung, denn bisher wurden landwirtschaftliche Nutztiere als "Waren" in der EU behandelt! Es gab nur für Legehennen, Kälber und Schweine verbindliche Richtlinien, die zumeist unzureichend in die nationalen Gesetze umgesetzt wurden. Für alle anderen Tiere in der Landwirtschaft gab es keine gesetzlichen Rahmenbedingungen. Der Tierquälerei war Tür und Tor geöffnet.

Die neue Richtlinie der EU fordert nun" Die Bewegungsfreiheit der Tiere darf nicht derart eingeschränkt werden, daß Tiere leiden oder Schaden annehmen."

D.I. Renate Mayer: "Das bedeutet für das THWA, daß alle Haltungssysteme, insbesondere die Käfighühnerhaltung und die Pelztierzucht in der EU zukünftig ausgeschlossen sind."

In der Richtlinie steht weiters: "Kein Tier soll mit Futter oder Flüssigkeit in einer Art und Weise versorgt werden, daß Schäden, unnötiges Leiden oder Verletzungen auftreten."

D.I. Renate Mayer: "Das Gänsestopfen, die Intensivmast bei Schweinen und Rindern mit Kraftfutter und der Einsatz prophylaktischer Futterzusatzstoffe, wie Hormone und Antibiotika, dürfen daher zukünftig nicht mehr gestattet sein." In Österreich wurde ein parlamentarischer Antrag der Opposition für ein Verbot des prophylaktischen Einsatzes von Antibiotika in der Tiermast von der ÖVP aus wirtschaftlichen Interessen abgelehnt.

Die Forderung des THW an die 15 EU-Minister ist eindeutig formuliert:
"Ein Umdenkprozeß in der Landwirtschaft muß eingeleitet werden, um einer modernen Landwirtschaft mit Maßnahmen zum Tierschutz Rechnung zu tragen. Die Vertreter des österreichischen Ratspräsidenten für Landwirtschafthaben dem Tierhilfswerk Austria am 17. September 1998 offiziell bestätigt, daß sie sich um eine Umsetzung der Forderungen der Petition bemühen werden.

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THWA, Tel.: 02243-22964-14

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