HUNGERSTREIK GEGEN EU-AGRARPOLITIK

Wien (OTS) - V.E.T.O. kritisiert Subventionen für Tierquälerei =

Von Sonntag, 20. September 1998 bis Dienstag, 22.9.,
findet in St.Wolfgang ein informelles Treffen der Agrarminister der Europäischen Union statt. Die Vereinten Tierschutzorganisationen (V.E.T.O.) nehmen dieses Treffen zum Anlaß, um gegen verfehlte und tierquälerische Vorgangsweisen der EU scharfen Protest einzulegen. V.E.T.O. präsentiert den Ministern einerseits inhaltliche Forderungen, andererseits steht ein Hungerstreik auf dem Programm.

Im Juni dieses Jahres verabschiedete die EU die Direktive 98/58 (EG), die einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung darstellt. So gab es verbesserte Bestimmungen hinsichtlich des Bewegungsfreiraumes und der Fütterung von Nutztieren. Dennoch blieben die wichtigsten Tierschutzanliegen unbehandelt.

V.E.T.O. fordert daher:

· Verbot tierquälerischer Haltungsformen wie etwa Legebatterien bei Hennen

· Aus für Frühvermarktungs- und Herodesprämie bei Kälbern
· Keine Subventionen für Lebendtiertransporte
· Keine prophylaktische Verabreichung von Antibiotika oder Hormonen

Dazu Mag. Alexander Willer, Sprecher von V.E.T.O.: "Bisher war die EU-Agrarpolitik von wirtschaftlichen Interessen dominiert. Österreich sollte seinen Ratsvorsitz dazu nützen, dieser Politik gegenzusteuern. Tierleid darf nicht als unumgänglich dargestellt werden. Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen, werde ich während der Agrarministertagung in Hungerstreik treten."

Alf Waibel, Obmann von Humanitas: "Wissenschaftliche Studien haben längst mit dem Gerücht aufgeräumt, daß ein Verzicht auf Fleisch und andere tierische Produkte zu Mangelerscheinungen führt. Mehr noch, gerade der Verzehr von Fleisch aus Intensivhaltung bringt Gesundheitsrisken mit sich."

Rückfragen & Kontakt:

V.E.T.O., 0664/1844971

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