Greenpeace-Kritik an Persilschein für Mochovce durch Atomlobbyisten der IAEO Greenpeace fordert Fortsetzung des Anti-Mochvoce-Kurses der

Wien (OTS) - österreichischen Regierung und Einrichtung einer von der Nuklearindustrie unabhängigen, europäischen Behörde zur Überprüpfung von AKW-Sicherheitsstandards=

Heftige Kritik übt Greenpeace am heute von
Nuklearlobbyisten der IAEO ausgestellten 'Persilschein' für den Reaktordruckbehälter im ersten Block von Mochovce. 'Hier ist die Atomlobby der Slowakei und der IAEO in einem abgekarteten Spiel entgegengekommen, um die von allen Mitgliedern der internationalen Expertenkommission festgestellten schweren Mängel zu beschönigen', sagt Greenpeace-Sprecher Alexander Egit. Greenpeace fordert die österreichische Bundesregierung auf, entsprechend den Ergebnissen der internationalen Mochovce-Experten-Kommission ihren Kurs gegen das AKW aufrechtzuhalten. Im Zusammenhang mit dem Osterweiterungsprozeß der EU fordert Greenpeace die Schaffung einer von der Atomindustrie unabhängigen europäischen Behörde, die für die Überprüfung von AKW-Sicherheitsstandards herangezogen werden soll.

Darüberhinaus setzt Greenpeace im weiteren Widerstand gegen die Atompolitik der slowakischen Regierung auf den sich abzeichnenden Machtwechsel in der Slowakei. 'Aktuelle Umfragedaten belegen, daß Meciar als Regierungschef abgelöst wird. Mit seinem Anti-EU-Kurs, der mit seiner 'Kopf durch die Wand'-Politik beim AKW Mochovce einen Höhepunkt erlebt hat, steht Meciar heute allein da. Sofort nach den slowakischen Wahlen muß die österreichische Bundesregierung und die EU alle Hebel in Bewegung setzen und mit der Slowakei über eine nicht-nukleare Alternativen zu Mochovce und Bohunice verhandeln.', forderte Egit weiter.

Greenpeace hatte Bundeskanzler Klima und Ministerin Prammer mehrfach davor gewarnt, die IAEO zur Klärung offener Fragen im Zusammenhang mit Mochovce einzuschalten. 'Die IAEO ist per Statut zur Förderung von Atomkraft verpflichtet und ein verlängerter Arm der Nuklearindustrie', sagt Egit: 'Die österreichische Bundesregierung hat mitgeholfen, den 'Bock zum Gärnter zu machen'. Als skandalös wertet Greenpeace die Tatsache, daß den Mitgliedern der internationalen Mochovce-Experten-Kommission bis heute die Vorlage aller Unterlagen zum Reaktordruckbehälter verweigert wurde. "Wir gehen davon aus, daß die IAEO selbst von der Slowakei manipulierte Unterlagen zur Verfügung gestellt bekommen hat. Damit ist das Ergebnis der aktuellen Expertenberatungen von Anfang an festgestanden", so Egit abschließend.

Weitere Informationen: Alexander Egit, 8125730-25, 0664-326255 Bettina Tasser, Greenpeace Österreich: 0664-2407075

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP/OTS