ÖBB-Aufsichtsrat und Vorsitzender der FCG Eisenbahner Johann Perkhofer erklärt sich mit den Forderungen der Spitzenfunktionäre unserer Fachgewerkschaft solidarisch

Wien (OTS) - Allerdings zeigt sich Perkhofer verärgert darüber, daß die derzeitige Situation der Bahn, durch den SPÖ-Verkehrsminister Einem mitverursacht wird, dies haben die sozialdemokratischen Gewerkschafter in ihrer gestrigen Presseaussage nicht erwähnt.

Tatsache ist, daß Minister Einem die ÖBB zu einer Gewinnausschüttung in den beiden letzten Jahren von 1,45 Mrd. Schilling verpflichtet, anstatt diesen erzielten Gewinn entgegen den Pflichten des Staates und lt. EU Richtlinien im Betrieb zu belassen. Perkhofer hat diese Vorgangsweise zum Schaden des Betriebes im Aufsichtsrat aufgezeigt und sich dagegen ausgesprochen.

Einem fordert von den ÖBB Investitionen im gemeinwirtschaftlichen Bereich, nimmt im Gegenzug aber der ÖBB den erzielten Gewinn weg -"Wie das geht, soll mir der Herr Minister erklären", sagte Perkhofer.

Versicherungen des SPÖ Verkehrsministers (in Feldkirch) im Zuge der Liberalisierung der Europäischen Bahnen, diese sozial verträglich durchzuführen, ist kein Glaube zu schenken. Die Kostensenkungsspirale bei Löhnen und Gehältern ist bei dieser Vorgangsweise vorprogrammiert und der Druck auf Personalkosten wird weiter steigen. Durch Rationalisierungen wurden im Jahre 1997 die Personalkosten um 1,25 Mrd. gesenkt. Weitere Einsparungsmaßnahmen auf Kosten der Belegschaft sind dieser nicht mehr zumutbar.

Deswegen richtet sich der Protest Perkhofer nicht nur gegen den Vorstand der ÖBB sondern auch gegen den SPÖ Minister.

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