Leischko: Unternehmer treibende Kraft für Arbeitsplätze

28. esbs-Kongreß in der Wirtschaftskammer Österreich Thema: "Arbeitsplatzschaffung durch Kleinbetriebe"

Wien (PWK) - "Arbeit sichern und Arbeit schaffen sind die zwei zentralen Herausforderungen, denen sich die Politik nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa gegenübersieht. Dem Unternehmertum kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn nur wirtschaftlicher Erfolg und Gewinne bedeuten auch sichere Arbeitsplätze", stellte Ingrid Tichy-Schreder, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, anläßlich der Eröffnung des 28. European Small Business-Seminars (esbs), das dem Thema "Arbeitsplätze schaffen - Neue Herausforderung für Klein und Mittelbetriebe" gewidmet ist, fest. ****

"Als Wirtschaftskammer setzen wir erstmals einen neuen Akzent mit einem eigenen Unternehmertag während dieser Tagung, die vom WIFI Österreich als Mitglied der European Foundation for Management Development (efmd) organisiert wurde, um die Rolle des Unternehmers als treibende und verantwortliche Kraft für Arbeitsplatzschaffung zu unterstreichen", betonte WIFI-Kurator Eduard Leischko bei der Begrüßung der ca. 250 Teilnehmer der internationalen Veranstaltung. "Welche Rolle spielen die Unternehmer und die Klein- und Mittelbetriebe in einer sich rapide verändernden Gesellschaft, welchen Beitrag leisten die KMUs zur Verringerung der Arbeitslosigkeit und welchen Beitrag leisten in diesem Zusammenhang Ausbildung und Entwicklung als wichtige Voraussetzung für die Schaffung eines unternehmerfreundlichen Klimas? Das sind die Fragen, mit denen sich die Teilnehmer anhand konkreter erfolgreicher Beispiele auseinandersetzen werden, so Leischko.

Als Einstieg präsentierte Randall Wright, Verantwortlicher des Industrial Liaison Programmes des MIT (Massachusetts Institute of Technology), die Erfolgsstory für Unternehmensgründungen in Boston, USA. MIT ist die einzige Universität, die Unternehmertum in das Studium integriert und damit ein unternehmerfreundliches Klima bereits an der Universität schafft. Seit Einführung des Liaison-Programmes vor 50 Jahren beschäftigen 4.000 Unternehmen, die mit MIT in Verbindung stehen, 1,1 Millionen Menschen und haben einen Jahresumsatz von 232 Mrd. US-Dollar. Ein Talente-Pool aus 1000 Fakultätsmitgliedern, 2000 Forschungsmitarbeitern und 5000 Studenten stehen Unternehmern bei Neugründungen unterstützend zur Seite.

R. Wright bezeichnet MIT als Gemeinschaft mit "unternehmerischer Kultur".

Einen ganz anderen Ansatz zur Diskussion lieferte Warnfried Dettling, Journalist (DIE ZEIT), mit der Frage, wie das "europäische Modell" die Herausforderungen angesichts der großen Veränderungen meistern wird. Das "europäische Modell" versucht drei ehrgeizige Ziele, nämlich wirtschaftliche Dynamik, liberale Demokratie und sozialen Zusammenhalt, gemeinsam und gleichzeitig zu verwirklichen. Als Megatrends der Herausforderungen bezeichnete er Globalisierung, Digitalisierung und Individualisierung. Es werde, die notwendige Reformbereitschaft vorausgesetzt, entscheidend von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft abhängen, ob aus Krisen neue Chancen entstehen können.
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