Konferenz: Wie beeinflusst das Verhalten die Bildung?

Wien (OTS) Das wechselseitige Verhalten von Lehrern, Schülern und Eltern und die Weiterentwicklung der Schulpartnerschaft sind zentrale Themen der Konferenz "Wie das Verhalten die Qualität von Bildung und Erziehung beeinflusst", die am 18. und 19. September 1998 im Adolf-Czettel-Bildungszentrum in Wien stattfindet. Die Konferenz wird vom Unterrichtsministerium und der Europäischen Elternvereinigung (EPA - European Parents Association)
veranstaltet. Rund 100 Mitglieder der europäischen Elternvereinigung, des österreichischen Elternbeirats, der österreichischen Bundesschülervertretung und europäischer Schülvertretungen werden sich mit den Ursachen für Verhaltensauffälligkeit, dem Management von Schulklima und der wechselseitigen Beeinflussung der Schulpartner befassen. ****

Das Unterrichtsministerium wird bei dieser internationalen Konferenz österreichische Integrationsmodelle präsentieren wie z.B. den Einsatz von Psychagogen oder Beratungslehrern an Volks-
und Hauptschulen. Dabei handelt es sich um speziell ausgebildete Lehrer für verhaltensauffällige Kinder. Zusätzlich geben 140 Schulpsychologen in 77 Beratungsstellen in ganz Österreich individuelle fachpsychologische Beratung bei Lernschwierigkeiten, Verhaltensschwierigkeiten, Schulangst und Krisen. In Wien gibt es auch die Möglichkeit, verhaltensauffällige Kinder temporär in "Mosaikklassen" (kleine Klassen) zu betreuen, und sie dann wieder
in ihre ursprüngliche Klassen zu reintegrieren.

Wichtig bei all diesen Integrationsmodellen ist die
Kommunikation zwischen Eltern, Schülern und Lehrern. Das Unterrichtsministerium hat daher zahlreiche Initiativen zur Weiterentwicklung der Schulpartnerschaft gesetzt: Monatlich bietet das Unterrichtsministerium für den Elternbeirat Veranstaltungen zu aktuellen Themen wie zum Beispiel Schulqualität oder Suchtprävention an. Laufend aktualisierte Informationsblätter zum Schulrecht informieren über Schulpflicht, Schulformen und Aufnahmebedingungen sowie Leistungsbeurteilung. Ein Handbuch für Schulautonomie wird derzeit erarbeitet.

Das Unterrichtsministerium ist unter anderem auch in ein europäisches Sokrates-Projekt eingebunden, das die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern fördert. Insgesamt nehmen sechs EU-Staaten an diesem Projekt teil. Die Ergebnisse werden Anfang November in einer Expertenkonferenz in Schottland präsentiert. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Elisabeth Halvax,
Tel. 01/53120-DW 5013

Unterrichtsministerium,

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