"EU-Landwirtschaftspolitik 2000 - mit oder ohne Tierschutz ?"

Wien (OTS) - Tierhilfswerk Austria (THWA) überreicht am 17. September 1998 (10 Uhr im Landwirtschaftsministerium) dem österreichischen Ratspräsidenten Mag. Wilhelm Molterer und seinen Repräsentanten 15 Petitionen und ein "multilaterales Arbeitspapier" für alle EU-Agrarminister, für eine tierfreundliche Landwirtschaftspolitik 2000.

Der informelle Agrarministerrat in St. Wolfgang, vom 20.-22. September 1998, behandelt insbesondere die zukünftige Agrarpolitik und regionale Entwicklung der EU. Das Tierhilfswerk Austria fordert in ihren 15 Petitionen alle EU-Minister persönlich auf, den Tierschutz in die zukünftige Landwirtschaftspolitik zu integrieren. "Tierfreundlich wirtschaften" ist die Devise des THWA. Insbesondere die neue Richtlinie 98/58 EG über den Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere soll in allen EU-Ländern so rasch wie möglich in die Praxis umgesetzt werden. Die Übergabe der Petitionen soll ein offizieller Auftrag an den Ratspräsidenten für Landwirtschaft, Mag. Wilhelm Molterer sein, die Petitionen an die EU-Minister persönlich weiterzuleiten.

Dazu Dipl.-Ing. Renate Mayer, Kampagnendirektorin für Nutztiere:
"Der Maßstab der zukünftigen EU-Landwirtschaftspolitik soll nicht in Massenproduktion zu Dumpingpreisen ausarten, sondern muß qualitativ hochwertige Produkte aus tierfreundlichen Haltungssystemen hervorbringen!"

Das THWA fordert die rasche Umsetzung der Instrumente für eine nachhaltige tierfreundliche Landwirtschaftspolitik der EU.

· Verbesserungsmaßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben zum Schutz von Tieren

· Einkommensbeihilfen, die an Tierschutzauflagen gebunden sind
· Flächendeckende Kontrollsysteme zur Sicherung der Lebensqualität der Tiere und dem Schutz der Konsumenten

· Verpflichtende Kennzeichnung tierischer Produkte nach der Haltungsform

Renate Mayer: "Wir erwarten uns bei den nächsten Agrarministerräten der EU bis Dezember 1998 einen aktiven Beteiligungsprozeß aller 15 EU-Staaten zur Umsetzung einer tierfreundlichen Landwirtschaft in Europa. Österreich soll die Initiativen setzen und Überzeugungsarbeit leisten, damit gezielte und wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz der Nutztiere gesetzt werden."

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Ing. Renate Mayer,
Tel.: 02243-22 964 DW14 oder
0664-184 300 5

Tierhilfswerk

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