• 16.09.1998, 13:59:27
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Die wirtschaftliche Entwicklung der Bahn ist alles andere als besorgniserregend=

In einer ersten Reaktion zur Pressekonferenz der Fraktion
sozialistischer Gewerkschafter der Eisenbahn (GdE) sagt
ÖBB-Generaldirektor Dr. Helmut Draxler: "Das übliche Ritual vor
Lohnrunden und Wahlen hat nun eingesetzt" und wünscht sich von der
Fraktion sozialistischer Gewerkschafter "die Rückkehr zu einem
sachlich geführten Dialog. Die bisher erzielten Erfolge basierten auf
breitem Konsens quer durch das ganze Unternehmen".****

FAKTEN SPRECHEN FÜR DIE ÖBB
Draxler dazu: "Die Fakten sprechen für sich! Die Bilanz weist ein
Rekordergebnis aus. Die ÖBB etablieren sich im Spitzenfeld der
europäischen Eisenbahnen. Die Identifikation der Mitarbeiter mit dem
Erneuerungsprozeß ist extrem hoch. Wenn die Fraktion
sozialdemokratischer Gewerkschafter ihre Pressekonferenz mit ‚Die
Bahn in Not‘ bezeichnet, dann ist das reine Polemik! Wir wollen das
Rad nach vorne drehen, und nicht zurück. Würden wir alle Forderungen
der Gewerkschaft erfüllen, würden sich die Steuerzahler schön
bedanken."

REKORDBILANZ 1997
1997 war für die ÖBB das beste Geschäftsjahr seit der
Unternehmensgründung. Ein Erfolgstrend, der sich auch im ersten
Halbjahr 1998 fortsetzte. Rail Cargo Austria (RCA), der
Güterverkehrsbereich der ÖBB, zählt zu den erfolgreichsten
Cargo-Bahnen in Europa! Im Vergleich zum Abschneiden anderer
Industriebetriebe etablieren sich die ÖBB als starker Player in
Europa.

HOHE IDENTIFIKATION DER MITARBEITER
Der zum Teil schmerzliche Erneuerungsprozeß ist wohl durchdacht und
wird auch von einer überwiegenden Mehrheit der Mitarbeiter
mitgetragen. Laut Gallup-Umfrage unterstützen 7 von 10 Mitarbeitern
die eingeleiteten Modernisierungsmaßnahmen. Dies deshalb, da wörtlich
"die früheren Strukturen veraltet, unzeitgemäß und so nicht mehr
lebensfähig" gewesen sind. Diese hohe Identifikation ist in
Anbetracht der angespannten Wirtschaftslage ebenfalls
rekordverdächtig.

DURCH INVESTITIONSOFFENSIVEN SIND ÖBB BESCHÄFTIGUNGSMOTOR
Die ÖBB stehen vor der größten bisher dagewesen Markt- und
Investitionsoffensive. Insgesamt werden in den nächsten vier Jahren
in den Bereichen Absatz und Infrastruktur mehr als 50 Mrd. S
investiert und damit mehr als 13.000 Arbeitsplätze in der Wirtschaft
gesichert. Die ÖBB sind somit einer der größten heimischen Investoren
und gleichzeitig Arbeitsplatz-Motor.
Aus dem Cash-Flow werden die ÖBB rund 10 Mrd. S Investitionen in
Doppelstockwagen, Redesignwaggons für Pendler, innovative
Güterwaggons und 75 Hochleistungslokomotiven "Taurus" finanzieren.

Abschließend faßt Draxler zusammen: "Die wirtschaftliche Entwicklung
der Bahn ist alles andere als besorgniserregend. Wir setzen den
bisherigen Erfolgskurs gemeinsam fort! Die Aufführung eines
Rollenspieles Belegschaftsvertretung gegen Management schadet dem
Ansehen des Unternehmens und ist völlig unangebracht. Immerhin lobt
auch die Gewerkschaft die Produktivitätssteigerung der ÖBB im Ausmaß
von 28 Prozent sowie die Tatsache, daß die Bahn weiterhin das
sicherste Verkehrsmittel Österreichs ist.."

Auf die Kritik des Gewerkschaftsvorsitzenden Gerhard Nowak betreffend
der Vergrößerung des Vorstandes von drei auf derzeit fünf Mitglieder
antwortet Draxler zynisch: "Herr Nowak möge sein Gedächtnis
strapazieren. Schließlich war er es, der im Aufsichtsrat eine
Aufstockung der Vorstandsmitglieder forderte!"

Rückfragehinweis: ÖBB-Kommunikation

Dr. Viktoria Kickinger
Tel +43 (1) 5800 33011
Fax +43 (1) 5800 25010

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