Cerwenka: Sanierung der alten Tullner Donaubrücke - Argumente der NÖ Brückenbauabteilung "hinken"

Wer bezahlt volkswirtschaftliche Kosten der Bauverzögerung?

St. Pölten, (SPI) - "Die Argumente, welche die NÖ Brückenbauabteilung gegen eine Verlegung der Sanierungsarbeiten
an der alten Tullner Donaubrücke in die Nachtstunden ins Treffen führt, bedürfen bei näherer Betrachtung einer Hinterfragung.
Wenn der neue Anstrich bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit
nicht angebracht werden kann - und dies vor allem bei einem Temperaturabfall in den Nachtstunden zu befürchten ist -, so
stellt sich einmal grundsätzlich die Frage nach der Art der verwendeten Werkstoffe. Auch stellt sich die Frage, wie denn
dann ein Anstrich in den kommenden Wochen und Monaten überhaupt durchgeführt werden kann - bekanntlich erfährt die Luftfeuchtigkeit im Herbst auch zu den Tagesstunden eine
steigende Tendenz - und dies nicht nur bei Regen", stellt der Tullner SP-Landtagsabgeordnete Helmut Cerwenka zu Aussagen von Herbert Werner von der NÖ Brückenbauabteilung in der Zeitung "KURIER" vom 12. September fest.****

Wenn in Tulln nicht gerade "Wasserfarben" Verwendung finden, so wäre es - der Argumentation der Abteilung zu Folge - wohl in
keinem europäischen Land - ausgenommen vielleicht von Portugal
mit mehr als 300 Sonnentagen pro Jahr - möglich, Brücken mit
neuen Anstrichen zu versehen. "Auch sollte das Land NÖ einmal
die volkswirtschaftlichen Kosten des täglichen Stauchaos berücksichtigen - hier werden tausende Arbeitsstunden sinnlos im Stau verbracht", kritisiert Cerwenka. Weiters stellt sich die
Frage nach der Verantwortung für die von der Brückenbauabteilung bereits eingeräumten Verzögerungen. Wenn die ausführende Firma Personalprobleme hat und sich daher die Fertigstellung in das
Jahr 1999 verzögert, so muß sich das Land schadlos halten.
Derzeit kommen offensichtlich nur die tausenden Autofahrer in
den morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeiten zum
Handkuß! "Deshalb muß es zu einer Verlegung der
Sanierungsarbeiten in die Nachtstunden und zu einer gänzlichen Öffnung der Brücke zu den Tagesstunden kommen", wiederholt Cerwenka seine Forderung.
(Schluß) fa

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200

Landtagsklub der SPÖ NÖ

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI