Wirtschaft gegen unqualifizierte Kritik an Berufsreifeprüfung

Berufsreife ist aussichtsreicher Weg zu beruflicher Karriere und Studienberechtigung

Wien (PWK) - Als unqualifizierten Tiefschlag aus durchsichtigen Existenzängsten beurteilt Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildungspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich, die Ausführungen des Direktors des Linzer Gymnasiums für Berufstätige zur Berufsreifeprüfung, die er als nicht vollwertige Matura abzuqualifizieren versucht. Daß eine solche Stimme gerade von dem Direktor eines Gymnasiums für Berufstätige kommt, macht die Mixtur aus falschen Angaben und Halbwahrheiten nicht weniger unerträglich. ****

Die Wirtschaftskammer stellt fest, daß die Berufsreifeprüfung ein attraktives Weiterbildungsinstrument für Lehrabsolventen und Fachschulabsolventen darstellt, eine Vollmatura im Sinne der Reifeprüfungsvorschriften mit voller Hochschulberechtigung ist, und deren Absolventen - ähnlich etwa den Absolventen einzelner berufsbildender Schulen - bei spezifischen Zulassungsvoraussetzungen für ein bestimmtes Studium (Latein oder darstellende Geometrie) diese ergänzen müssen.

Richtig ist, daß die Berufsreifeprüfung bestimmte "Berufsberechtigungen" nicht mit sich bringt, wobei allerdings beachtet werden muß, daß solche Berufsberechtigungen vielfach bereits durch den Lehr- oder Fachschulabschluß vorhanden sind. Insgesamt erwartet die Wirtschaft allerdings auch eine klarere Unterstützung dieser bildungspolitischen Pionierleistung durch das Unterrichtsministerium und Maßnahmen gegen ein Überborden der Schulbürokratie in diesem Zusammenhang.

Die Wirtschaft arbeitet jedenfalls zusammen mit dem Unterrichtsministerium an Standards für die Berufsreifeprüfung, womit ein modernes, zielgruppengerechtes und leistungsorientiertes Prüfungsinstrument geschaffen werden soll. Hier gibt es auch Kooperationen mit anderen europäischen Ländern im Rahmen des EU-Programms "Leonardo".

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Dr. Georg Piskaty

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