BEHARRLICHE WIENER ÖVP SETZT BLINDENFREIFAHRT DURCH

Wien (ÖVP-Klub) "Grundsätzlich ist es wichtig, daß für behinderte Menschen etwas erreicht wird und nicht wer es
erreicht", sagte der ÖVP-Behindertensprecher GR Franz Karl zur gestrigen Meldung, daß ab 1.November 1998 a I 1 e Blinden
kostenlos die Wiener Linien benützen dürfen. Letztlich sei es ab ein Erfolg der Wiener ÖVP, daß dieser Fortschritt so rasch
erzielt wurde.****

Zur Entstehung dieses Fortschrittes muß nämlich die tatsächliche "Geschichte" erzählt werden:
Am 26.Juni 1997 fragte GR Karl in der Fragestunde Michael Häupl:
"Es gibt zwei Klassen von
blinden Menschen, nämlich solche, die vor 1993 erblindeten, die eine Freifahrtkarte bei den
Wiener Linien haben, und solche, die danach erblindeten, die sie nicht haben. Wären Sie bereit ,
sich dafür einzusetzen, daß blinde Menschen in Hinkunft gleich behandelt werden ?"
Häupl antwortete, daß ihm diese Lösung nicht ganz gut gefällt. Er sprach sich dann noch für
die soziale Staffelung von Transferleistungen aus und schloß,
"daß man nach dem Sommer
darüber reden werde".

Danach ging wie so oft nichts weiter, bis GR Karl der
Geduldsfaden riß und er am 24.Juni 1998
(also ein Jahr später) wieder bei Michael Häupl nachfragte: "Sie haben in der Fragestunde vom 26.Juni 1997 eine Lösung des
Problems der ungleichen Behandlung von Blinden durch die Wiener Linien zugesagt. Seither ist ein Jahr vergangen. Wann ist mit
der Lösung zu rechnen?" Nun riß auch Michael Häupl der Geduldsfaden und er antwortete: " Diese Frage ist relativ
einfach zu beantworten : Jetzt !"

Natürlich dauerte es noch ein Weilchen, bis die
bürgermeisterliche Weisung auch tatsächlich umgesetzt wurde,
aber mit l. November 1998 ist es nun so weit.
Gut Ding braucht eben Weile, aber GR Karl hat sein Versprechen gegenüber dem
Blindenverband gehalten - es gibt nicht mehr zwei Klassen von Blinden ! ! !

(schluß)

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