Die Verletzungs-Gefahren für unser Augenlicht nehmen zu:

An der Augenklinik Innsbruck werden pro Woche mehr als 50 Fälle von Augenverletzungen behandelt!

Innsbruck (OTS) - Pro Woche sind es mehr als rund 50 Fälle von Augenverletzungen, die an der Innsbrucker Augenklinik behandelt werden. Laut Auskunft des Vorstandes, Herrn Univ. Prof. Dr. Wolfgang Göttinger, "ist der Großteil dieser Augenverletzungen auf Fremdkörpereinwirkungen aufgrund von unsachgemäßer Anwendung von Arbeitsschutzausrüstungen bzw. auf Freizeitunfälle zurückzuführen". Betroffen sind nicht nur Arbeitsopfer aus der chemischen Industrie, dem Baugewerbe, der Holz- und Metallverarbeitung, sondern vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Hausfrauen. Rund 7 x pro Woche werden Fälle von Augenverletzungen aufgrund von Spiel- oder Sportverletzungen eingeliefert, 4 x pro Woche müssen Patienten mit Augen-Verätzungen geheilt werden. Schädliche UV- oder Laser-Strahlen schlagen bei rund 3 Fällen pro Woche auf die Sehkraft der Augen. Allein in Tirol gab es 1997 rund 260 gemeldete Augen-Unfallopfer.

Die Tücken für unsere Augen lauern nicht nur im gefährlichen UV-Licht, auch im Arbeitsalltag oder bei Spiel und Sport sind unsere Augen zunehmenden Gefahren ausgesetzt. Die Augen zählen zu den empfindlichsten Organen des menschlichen Körpers und sind durch nichts zu ersetzen. Sie bedürfen deshalb eines besonderen Schutzes, um vor Verletzungen und schädlichen Einflüssen abgeschirmt zu werden. Die Gefahren für das menschliche Auge werden trotz zahlreicher Vorsorge-Informationen und Bemühungen besonders im Arbeitsleben noch immer nicht ausreichend erkannt. Dementsprechend kommt der passende Augenschutz nur wenig oder in ungenügender Form zum Einsatz. Nach Statistiken der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt Austria) ist das Auge gegenwärtig an den gemeldeten Arbeitsunfällen in Österreich mit rund 3,3% beteiligt, was österreichweit rund 7.300 Augenverletzungen pro Jahr entspricht. Laut Statistik erleiden rund zwei Drittel der betroffenen Personen deutlich meßbare Sehkrafteinbußen, jeder 10. verliert auf dem verletzten Auge seine Sehkraft, d.h. er wird auf diesem Auge blind.

Die gesundheitlichen Risken, denen das menschliche Auge am Arbeitsplatz ausgesetzt ist, sind vielfältig. Zu den häufigsten Einwirkungen zählen mechanische Verletzungen, hervorgerufen durch Staub und Festkörper wie Bolzen, Späne, Körner und Splitter, welche vor allem in der Bauwirtschaft, der Zement- und Kalkindustrie sowie in der Metallverarbeitung auftreten. Einen weiteren Risikobereich stellen optische Einwirkungen dar, also alle Sparten, wo Arbeitnehmer mit UV- und IR-Strahlen sowie mit Blendung durch Licht (Schweißer etc.) oder Laserstrahlen konfrontiert sind. Über Dämpfe, Gase, Laugen, Nebel und Stäube kommen Mitarbeiter der chemischen Industrie in den Kontakt mit chemischen Einwirkungen auf das Augenlicht. Nicht zu übersehen sind die thermischen Einwirkungen in Form von Hitze, Kälte, glühenden Partikeln etc., durch welche die Sehkraft von Arbeitnehmern in Gießereien und Schmelzen besonders gefährdet ist. Die Anzahl von nichtmeldepflichtigen Augenverletzungen, wie z.B. das ambulante Entfernenlassen von Fremdkörpern aus den Augen, ist um ein Vielfaches höher. Diese Verletzungen verursachen oft beträchtliche Unfall-Folgekosten und wie der Vorstand der Augenklinik Innsbruck, Univ. Prof. Dr. Wolfgang Göttinger, feststellt: "durch rückbleibende kleine Narben auf der Hornhaut - zum Teil auch bleibende Augenschäden!".

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