NÖ Hilfswerk beschäftigt 1.260 Tagesmütter

Strasser: Eltern sind mit Betreuung sehr zufrieden

St.Pölten (NLK) - "In Niederösterreich betreuen derzeit rund 1.260 Tagesmütter des NÖ Hilfswerkes ungefähr 3.950 Kinder. Damit ist das Hilfswerk die größte Trägerorganisation", stellte heute NÖ Hilfswerk-Präsident Dr. Ernst Strasser in St.Pölten fest. Um die anspruchsvolle Arbeit der Tagesmütter entsprechend zu würdigen, veranstaltet das Hilfwerk morgen, 16. September, wieder den "Tag der Tagesmütter", bei dem rund 100 Tagesmütter einen Tag der offenen Tür abhalten. Mit der Kinderbetreuung durch Tagesmütter habe das NÖ Hilfswerk eine kind- und elterngerechte Betreuungsform geschaffen, betonte Strasser. Das gehe auch aus einer kürzlich durchgeführten Elternbefragung durch. Positiv bewertet würden vor allem die flexiblen Betreuungszeiten und die Kleingruppen. Grundsätzlich können Kinder zwischen 0 und 16 Jahren bei einer Tagesmütter untergebracht werden. Die Betreuungskosten werden von Eltern und Tagesmüttern ausgehandelt und betragen meist 30 Schilling pro Stunde. Die Familien können jedoch einen Zuschuß vom Land erhalten. Der Mindestbetrag, den die Eltern übernehmen müssen, beträgt 500 Schilling.

"Außerdem schafft man im Hilfswerk vor allem für viele Frauen Arbeit. 1997 haben wir 260 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, auch heuer sind es bis jetzt an die 200", unterstrich Strasser. Tagesmütter seien dem NÖ Hilfswerk jederzeit willkommen. Ziel sei, in absehbarer Zeit rund 7.000 Kinder von 3000 Tagesmüttern betreuen zu lassen. Tagesmütter müssen eine Grundausbildung absolvieren und sich dann laufend weiterbilden.

Für die Zukunft wünscht sich Strasser, daß die Kosten für die Aus-und Weiterbildung und die fachliche Begleitung von Tagesmüttern verstärkt von Land und Gemeinden finanziert werden. Derzeit steuern Land und Gemeinden je 310 Schilling pro Kind und Monat bei. Über eine Erhöhung werde man demnächst verhandeln. Außerdem sollten die Tagesmütter mit Hilfe des Arbeitsmarktservice NÖ im Rahmen eines "Beschäftigungsplanes für Frauen" in ein Dienstverhältnis aufgenommen werden. Strasser: "In Oberösterreich und der Steiermark ist das bereits geschehen." Auch für die 25 Prozent der Tagesmütter, die gerne sozialversichert sein wollen, sollte das AMS die Sozialversicherungskosten bereit stellen. Strasser hofft auch, von der zweiten "Kinderbetreuungsmilliarde" für die Jahre 1999 und 2000 zu profitieren: "Auch hier muß der Bund einen Sozialversicherungsbeitrag leisten."

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