SJ-Chef Pichler: "So unerfahren kann niemand sein, daß die extreme Rechtslastigkeit des ÖTBs einem nicht ins Auge sticht!"

Chefangelegenheit Sport baute kapitale Fehleinschätzung.

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend
Österreich, Robert Pichler, nahm heute Dienstag zu der wiederbelebten Förderung des österreichischen Turnerbundes durch den Staatssekretär Peter Wittmann Stellung.

"Wenn Herr Atzmanninger von einer Unerfahrenheit der Sozialistischen Jugend Österreich bzw. ihrer Funktionärinnen und Funktionäre im Zusammenhang mit dem ÖTB spricht, dann verwechselt er ein aufmerksames Beobachten der rechstextremen Szene, zu der der ÖTB fraglos gehört, mit blinder Naivität, welche ihm und seiner Organisation vom Staatssekretariat für Sport entgegengebracht wurde", so der Vorsitzende.

"Besonders Bemerkenswert ist für mich, daß der ÖTB nach diesem Gespräch mit Staatssekretär Wittmann urplötzlich kein schlechtes Verhältnis zu der Sozialdemokratie vorgefunden hat, denn diese Verhandlungsstrategie welche hier von Seiten des SP-Regierungsmitgliedes an den Tag gelegt wurde, ist für mich mehr als fragwürdig. Denn, wie sonst sollte man sich diesen Stimmungsumschwung erklären", so Pichler.

"Mit dieser Subventionierung aus dem Bundeskanzleramt, welche sich klar gegen eine Beschlußlage des vorletzten Bundesparteitages wendet ist es der Sozialdemokratie gelungen, einem Turnverein, der mehrmals wegen seiner rechstextremen Tendenzen und Positionierungen durch das österreichische Dokumentationsarchiv im Handbuch des Rechtsextremismus aufgeführt wurde, Geldmittel zur Verfügung zu stellen, mit denen er weiterhin seine Klagen gegen die SJÖ und ihre Landesorganisationen finanzieren kann", so der Vorsitzende weiter.

"Wenn durch die Kategorie der Geschwindigkeit innerhalb des Bundeskanzleramtes auf die schon oben angeführten Beschlüsse von Parteitagen einfach vergessen bzw. die selben einfach ignoriert werden, dann werden wir als SJÖ am nächsten Bundesparteitag zum einen eine Antragserledigung durch die Bundesparteigeschäftsführung einfordern, und uns zum anderen geeignete Schritte gegen die Verstöße dieser Beschlußlage überlegen." so Pichler.

"Ich sehe, daß die Haltung der Sozialistischen Jugend Österreich in den letzten 2 Jahren, gemeinsam mit der Sozialdemokratie in einem Dialog einen Weg des Umganges mit dem ÖTB zu finden gescheitert sind, und werde daraus die Konsequenzen auch für die Cause Wels und den ÖTB im Ganzen ziehen", so der Vorsitzende abschließend.

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