Muzik: Agrarförderung nach Arbeitseinsatz und Erschwernis ausrichten

Sicherung landwirtschaftlicher Betriebe in Erschwerniszonen

St. Pölten, (SPI) - "Das Vorhaben der Sozialdemokratischen Parlamentsfraktion, Agrarförderungen in Zukunft verstärkt nach dem Grad des Arbeitseinsatzes und der Bewirtschaftungserschwernis abzustimmen, ist zu begrüßen. Fundierte Untersuchungen haben gezeigt, daß die mehrheitliche Ausrichtung der Förderung nach der Betriebsgröße zu gewaltigen Verzerrungen innerhalb der Landwirtschaft führt und kleine sowie mittlere Betriebe kraß benachteiligt. Weiters ist nicht einzusehen, daß ein Bergbauer mit seinen betrieblichen Erschwernissen und damit auch seinem geringeren Einkommen im Verhältnis weniger bekommt als ein landwirtschaftlicher Großbetrieb mit 60 Hektar in bester und fruchtbarster Lage", stellt der Agrarsprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik, heute fest.****

Erfreulich ist hier auch, daß innerhalb der ÖVP, die sich bisher einer Änderung der Förderrichtlinien hartnäckig verweigert hat, offenbar ein Umdenkungsprozeß in Gang gekommen ist. Ein für eine gerechtere Verteilung der Agrarförderung notwendiger Sockelbetrag soll nach den Faktoren "Arbeitseinsatz" und "Bewirtschaftungserschwernis" ausgerichtet sein, die Betriebsgröße soll im neuen Fördermodell zumindest keine so beherrschende Stellung mehr wie in der Vergangenheit inne haben. "Diese von den Sozialdemokraten bereits seit Jahren geforderte Reform soll ein erster Schritt zu mehr Verteilungsgerechtigkeit innerhalb der Landwirtschaft sein, aber auch der Sicherung der Betriebe in Erschwerniszonen, die angesichts fallender Agrarpreise kaum mehr Einkommenszuwächse erzielen, dienen.
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