Weninger: Droht Pendlern der Ostregion weitere Fahrpreiserhöhung der "Öffis"?

Erweiterung der Kernzone um eine Außenzone

St. Pölten, (SPI) - "Die von den Wiener Verkehrsbetrieben zum Jahreswechsel geplante Tariferhöhung wird auch Konsequenzen auf
die Fahrpreise im Verkehrsverbund Ostregion (VOR) nach sich
ziehen", befürchtet der Mödlinger SP-Landtagsabgeordnete Hannes Weninger. Eine Fahrpreiserhöhung ohne spürbare Qualitätsverbesserung für Pendler und Schüler kann allerdings nicht hingenommen werden. Die Verteuerung von 17 auf 19
Schilling beim Einzelfahrschein führt zu einer deutlichen Mehrbelastung für jene Bürger, die auf öffentliche
Verkehrsmittel angewiesen sind oder auf die Benutzung des Autos freiwillig verzichten. Höhere Fahrpreise werden nicht dazu beitragen, den Umstieg auf Öffis zu forcieren - das Gegenteil
ist zu befürchten. "Jetzt gilt es, die politische Entscheidung
zu treffen, ob die Verkehrspolitik in Niederösterreich den öffentlichen Verkehr ernst nimmt oder nicht”, fordert Weninger.****

Für den Bezirk Mödling fordert Weninger Landesverkehrsreferent
LH Erwin Pröll auf, jene Mittel zur Verfügung zu stellen, die
für die Finanzierung eines optimal konzipierten Öffi-Netzes notwendig sind. Weninger: "Nachdem Wien den Fahrpreis im VOR
lange Zeit auch für unsere Region gestützt hat und die Gemeinden mit ihren Zuschüssen für den öffentlichen Verkehr an der Grenze der Zumutbarkeit angelangt sind, ist jetzt das Land am Zug.
Sollte eine Tariferhöhung kommen, so muß sie mit einer wesentlichen Qualitätsverbesserung verbunden sein”. In den Verhandlungen mit dem VOR drängt Weninger auf eine Erweiterung
der Kernzone um eine Außenzone: "Mit nur einem Fahrschein von Mödling nach Wien ist das Ziel. Darüber hinaus soll die Haltestelle SCS rasch in die Kernzone aufgenommen werden und
beim Multiplex eine Bedarfshaltestelle für die vor allem jugendlichen Kinobesucher eingerichtet werden", so der Mödlinger Abgeordnete.

Im Gespräch mit den VOR-Verantwortlichen deponierte Weninger die Sondersituation des Bezirkes: Höhere Preise und nicht zufriedenstellende Verbindungen können rasch zum Erreichen der Schmerzgrenze führen und den Umstieg zurück zum Auto bewirken. Noch mehr Autoverkehr und sinkende Passagierzahlen in den Öffis wären die Folge. Eine Entwicklung die hoffentlich niemand will.
Als Erfolg bezeichnet Labg. Hannes Weninger, daß es gelungen
ist, das Sportgymnasium in Maria Enzersdorf besser anzubinden.
"Mit Schulbeginn wird ein regelmäßiger, auf die
Unterrichtszeiten abgestimmter Busdienst auch Richtung Gießhübl und Perchtoldsdorf eingerichtet. Mit besseren Busverbindungen
und einem neuen Turnsaal hat sich die Standortqualität der
Schule wesentlich erhöht. Gleichzeitig konnte ein neuralgischer Verkehrspunkt im Bezirk wesentlich entschärft werden. Dem VOR
wurde die Zusage abgerungen, daß die neuen Linien grundsätzlich bestehen bleiben. Der Einsatz der sogenannten "Verstärkerbusse” wird auch die HTL Mödling betreffen", so Weninger abschließend. (Schluß) fa

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