HÖGER : RETTUNG HISTORISCHER BAUJUWELE UND MODERNE WOHNUNGEN

GEWOG Arthur Krupp feiert 60-Jahr Jubiläum in Berndorf

St. Pölten (SPI) Mit der neuen Schwerpunktsetzung auf die Althaussanierung im Bereich der NÖ-Wohnbauförderung erfolgt nicht nur eine sinnvolle Kombination zwischen der Rettung kultur- und wirtschaftshistorisch wertvoller Baujuwele wie der großen Arbeitersiedlungen und der Schaffung modernen Wohnraums, sondern auch eine wohnbaupolitische Offensive ganz im Sinne des sozialen Wohnbaus : einkommensschwächere und ältere Mitbürger, die in diesen alten Bauten oft seit Jahrzehnten leben, bekommen moderne Wohnungen in ihrem gewohnten Umfeld, die sie sich auch leisten können, erklärte Landeshauptmannstv. Ernst Höger Samstag bei einer Feier aus Anlaß des 60-Jahr Jubiläums der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft (GEWOG) Arthur Krupp in Berndorf, bei der er ein klares Bekenntis zum sozialen und kommunalen Wohnbau ablegte und die unveränderte Bedeutung der Wohnungsgenossenschaften unterstrich. "Der Erfolg der Wohnbaupolitik kann nicht allein in der beispielgebenden Neubautätigkeit gemessen werden, mir geht vor allem auch darum, den sozial Schwächeren zu modernen Wohnungen zu verhelfen, Maßstab der sozialen Wohnbaupolitik muß es sein, wie lebenswert die Ärmeren wohnen", hob Höger hervor.

Wesentlich ist dabei, daß die Wohnungen auch nach der Sanierung erschwinglich bleiben, denn es wäre unsinnig, die bisherigen Bewohner im Zuge der Renovierung quasi "hinaus zu sanieren". Deshalb sind auch entsprechende Neuordnungen im Rahmen der Wohnbauförderung vorzunehmen. Fast 6000 Wohnungen sind derzeit schon zu Sanierung angemeldet, was beweist, wie groß der Bedarf in Wahrheit ist, erinnerte der Landeshauptmannstv.. Über 5000 Wohnungen wurden in den letzten Jahren saniert, besonders erfolgreiche Beispiele sind etwa die Arbeitersiedlung Marienthal in Grammatneusiedl, die auch den Plus-Minus-Preis des ORF-NÖ erhalten hat, die Eichkogelsiedlung in Neu-Guntramsdorf oder die alten Arbeiterhäuser in Hirtenberg, dem Tor zum Triestingtal. Auch im Sanierungsbereich haben sich die Wonbaugenossenschaften bisher als zuverlässige und kreative Partner erwiesen, unterstrich Höger.

Wir bekennen uns zum freien Markt, aber der freie Markt regelt nicht alles – er baut keine Kindergärten und Schulen, keine Spitäler und Kanäle und keine Wohnungen, die sich ein Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Einkommen auch leisten könnte. "Deshalb kommt dem sozialen Wohnbau eine so große Bedeutung zu und deshalb werden unsere Wohnungsgenossenschaften auch in Zukunft unverzichtbar sein. Denn am freien Markt würden allein die Zinsen die finanziellen Möglichkeiten der Mieter übersteigen, Wohnen darf aber kein Privileg sein, sondern ist ein Grundrecht" stellte der Landeshauptmannstv. klar. Dank der erfolgreichen Wohnbaupolitik ist die Wohnungsnot in Niederösterreich längst überwunden und der Wohnungsmarkt wandelt sich von einem reinen Nachfrage- allmählich in einen Angebotsmarkt. Dennoch soll die Wohnbautätigkeit nicht eingeschränkt werden, sondern mit neuen Schwerpunktsetzungen in vollen Umfang aufrechterhalten werden, was schon allein aus beschäftigungspolitischen Gründen notwendig ist. "Denn wer baut schafft nicht nur Wohnraum, sondern auch Arbeit – 22.000 Wohnungen in 5 Jahren, von den Eigenheimen und Sanierungen gar nicht zu reden, beweisen die gewaltige wirtschaftliche Dimension, so Höger abschließend.
(Schluß)nk/wb

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