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Punkteführerschein nur schwer administrierbar

Wien (ARBÖ) - Die geplante Einführung des umstrittenen Punkteführerscheins hängt auch von einem effizienten elektronischen Führerscheinregister ab. Dieses zentrale Verzeichnis über sämtliche in Österreich vergebenen Lenkerberechtigungen ist aber derzeit nur in minimalen Spuren vorhanden, gibt der ARBÖ zu bedenken.

ARBÖ-Technikchef Dipl. Ing. Diether Wlaka zur gegenwärtigen Situation: "In Österreich sind etwa fünf Millionen Führerscheine vorhanden. Keine einzige Behörde kennt die genaue Anzahl." Ein Großteil dieser Führerscheindaten ist nur auf Karteikarten vermerkt, die alle kontrolliert und eingegeben müssen. Laut ARBÖ-Schätzungen existieren in diesem Führerscheinverzeichnis rund hunderttausende Karteileichen, die natürlich erst auszusortieren sind.

"Um innerhalb von drei Jahren alle auf Karteikarten vermerkten Führerscheine elektronisch zu erfassen, müssen daher jährlich eine Million Führerscheine, also rund 20.000 pro Woche, gespeichert werden", rechnet Dipl. Ing. Wlaka vor. Seine Prognose: "Bei der der derzeitigen Eingabegeschwindigkeit von 1500 Führerscheinen wöchentlich wird das Register aber erst in 40 Jahren zur Verfügung stehen."

Die Befürworter einer überhasteten Einführung des Punkteführerschein in Österreich können sich also schon den St. Nimmerleins-Tag des Jahres 2038 rot im Kalender anstreichen.

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