FWVÖ-Präsident Haiden: "FLAF: Bei Überschuß Beiträge der Unternehmer senken!"

Wien (OTS) - Hinsichtlich der zu erwartenden Überschüsse im Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) spricht sich der Freie Wirtschaftsverband Österreich eindeutig für eine Entlastung der Unternehmen aus, und das aus guten Gründen.

Seit Jahren wird die geringe Zahl an Unternehmen in Österreich beklagt. Einer der immer wieder angeführten Gründe dafür: die hohen Lohnnebenkosten. Sie sind in etwa um ein Drittel höher als in anderen EU-Staaten, sogar mehr als doppelt so hoch wie in den USA. In den FLAF zahlen Unternehmer 4,5 % der Bruttolohnsumme; im Jahr 1997 waren das ca. 40 Milliarden Schilling. Bedenkt man die steigenden Löhne,ist diese Belastung für viele Unternehmen kaum verkraftbar. Es wäre daher nur konsequent, den zukünftigen Überschuß im FLAF für eine Entlastung der Unternehmen zu nützen. Dr. Rene Alfons Haiden, Präsident des Freien Wirtschaftsverbandes Österreich: "Man kann nicht immer nur über die hohen Abgabenlasten der Unternehmer jammern und dann, wenn sich die Gelegenheit bietet, sie zu senken, diese nicht nützen. Für mich gibt es keine andere Variante, als den FLAF-Überschuß für die Unternehmer zunützen."

Dabei geht es Haiden nicht darum, eine Gruppe gegen die andere auszuspielen, sondern darum, Lösungen zu finden, von denen alle profitieren können. Und eine Reduktion des Dienstgeberbeitrags für den FLAF hätte genau diesen Effekt: Unternehmensgründungen wären attraktiver, bestehende Unternehmen hätten eine längere Lebensdauer. Nur wo es viele Unternehmer gibt, gibt es auch genügend Arbeitsplätze. Wo es viele Arbeitnehmer gibt, gibt es auch hohe Abgaben. Haiden bezieht einen klaren Standpunkt, wenn er meint: "Ich vergönne natürlich den Frauen eine höheres Karenzgeld und wünsche auch nicht-erwerbstätigen Frauen, daß sie im Falle einer Geburt abgesichert sind. Aber ich bin davon überzeugt, daß allen ein sicherer Arbeitsplatz lieber wäre als eine kurzfristige höhere finanzielle Unterstützung. Außerdem hätten die Untenehmen einen größeren Spielraum, um Lehrlinge einzustellen."

Daher gibt es für den Freien Wirtschaftsverband Österreich nur eine sinnvolle Verwendungsmöglichkeit für die überschüssigen Mittel des FLAF: Entlastung der Unternehmen - zum Wohle aller.

Dr. Andrea Wolf
Öffentlichkeitsarbeit
FWVÖ

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