Forum Umweltbildung: Wer sich in der Schule wohlfühlt, lernt besser!

Wien (OTS) - Schulbeginn - Jedes neue Schuljahr ist eine Herausforderungfür SchülerInnen und LehrerInnen: Unterrichten, Motivieren, Lernen undLeistung stehen dabei im Vordergrund. Doch für den Lernerfolg sind nicht nurInhalt und die Qualität des Lehrens und Lernens ausschlaggebend. Dazubraucht es mehr: Lebensqualität. Schule muß einen ansprechenden Lebensraum und Arbeitsraum bieten, in dem SchülerInnen und LehrerInnen sichwohlfühlen. Das Bedürfnis mitzugestalten ist groß und der Kreativität sind keineGrenzen gesetzt - das zeigt eine erste Bilanz des Wettbewerbs "Ökologisierungvon Schulen", den das Unterrichtsministerium gemeinsam mit dem Forum Umweltbildung (früher ARGE Umwelterziehung) durchführt und an demsich österreichweit 250 Schulen beteiligen. ******

Schulteams greifen zu Pinsel, Farbe und anderem Werkzeug Sie gestalten selbst die Lern- und Pausenräume, die sie brauchen:
Sitzecken zum Reden, "Kuschelecken" zum Lesen oder Entspannen, Abenteuerplätzeim Schulhof, Schulbiotop und Schmetterlingswiese für die Naturerfahrung. Gesundheitliche Aspekte wie ergonomische Sitzmöbel und richtige Ernährung sind dabei wichtig. Schulbeispiele:
Hauptschule Eberstalzell / Oberösterreich:SchülerInnen haben mit einem Künstler die einzelnen Klassen nach unterschiedlichenThemen wie Meer, Indianer, Dschungel u.a. gestaltet. Volksschule Gödersdorf/ Kärnten: Die Kinder haben einen Gemüse- und Kräutergarten (u.a.mit Radieschen) für ihr Pausenbuffet angelegt.

Auch zwischenmenschliche "Wohlfühlfaktoren" werden nicht vergessen

Schulteams erheben mit Fragebögen und Interviews die individuellen Bedürfnisse und setzen dann gemeinsam kreative Aktionen fürs Wohlfühlen: Ergebnisse sind z.B. eine neue Hausordnung, Infobroschüren, Beratungsteams und Arbeitsgruppen, Projekttage, Lernbörsen, Entspannungstraining oder Haltungsturnen, ein Internetcafé, Ausstellungen und Schulfeste. Schulbeispiele: HTBLVA für Textil und EDV / Wien-Spengergasse: EinSchulteam "COMERGY" gibt Tips, wie man geistige Energie beim richtigen Lernenoder elektrische Energie durch richtiges Verhalten spart. Hauptschule Ratten/ Steiermark: Ältere SchülerInnen entwickeln Lernspiele für die jüngeren und in der Lernbörse hilft man sich gegenseitig bei Lernproblemen.

Der Sinn hinter all diesen Projekten: Mitdenken und Mitgestaltenschafft Identifikation. Kommunikation und "Klima" in der Schule verbessern sich und die Motivation steigt. So bleibt kein Platz für Unlust, Gewalt und Vandalismus. Außerdem: Während die Jugendlichen durch aktiveTeilnahme an Entscheidungsprozessen Teamfähigkeit, Eigenveranwortung und Engagement trainieren, spart die Schule Ausgaben und Ressourcen, z.B.Energiekosten.

Bei Ökologisierung von Schulen geht es nicht nur darum Energie zu sparen und Abfall zu trennen. Es geht vor allem um das Wohlbefinden innnerhalb der schulischen Gemeinschaft. Den laufenden Ökologisierungswettbewerb unterstützen die Unternehmen ABB Asea Brown Boveri, ARA AltstoffRecycling AG, der Verbundkonzern und Wimtec electronic mit wertvollen Geld- und Sachpreisen sowie mit spezifischem Know-How. Die 250 teilnehmenden Schulen werden ihre Unterlagen bis zum 1. Dezember einreichen und von einerJury beurteilt. Ende Februar 1999 wird die feierliche Preisverleihung in Wien stattfinden.

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Rückfragen & Kontakt:

Forum Umweltbildung (früher
ARGE Umwelterziehung),
Karin Wirnsberger,
Tel: 01/4024701-15,
Fax: 01/4024705

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