"Österreichische Galerie": 80 Exponate rückgabereif?

500-Millionen-Bild Klimts strittig

Wien (OTS) - Nach dem Kunsthistorischen Museum, das seine Bestände mit markantem Ergebnis auf Nazi-Raubkunst durchsucht hat, will nun die "Österreichische Galerie" bis Weihnachten mit der vorläufigen Bestandsaufnahme fertig sein. Das berichtet die morgen erscheinende Ausgabe des Wochenmagazins NEWS. Laut Hochrechnung von Direktor Gerbert Frodl dürften 80 Exponate ihren jüdischen Besitzern zurückgegeben werden.

Im Streit steht unter anderem "Adele Bloch-Bauer I" von Gustav Klimt. Der Wert dieses Spitzenwerks der Österreichischen Galerie beträgt, so Frodl in NEWS, etwa 500 Millionen Schilling. Das Werk wird, wie vier andere Klimt-Exponate, von den Nachkommen der Mäzenin Adele Bloch-Bauer beansprucht. Die "Österreichische Galerie" ist aber der Überzeugung, daß ihr diese Bilder rechtens zustünden.

Gleichfalls strittig: Ein Munch-Gemälde, das von der Enkelin Alma Mahler-Werfels beansprucht wird.

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