"Bewältigung des Güterverkehrs im Jahr 2000 plus"

Verkehrswirtschaft nimmt in "Innsbrucker Erklärung" zu Grund- satzfragen Stellung - "Markt bestimmt, nicht Dirigismus"

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Ihre grundsätzliche Haltung zu den drei großen, aktuellen Zukunftsthemen "alpenquerender Verkehr", "Liberalisierung des Schienenverkehrs" und "EU-Osterweiterung" hat die heimische Verkehrswirtschaft jetzt in einer "Innsbrucker Erklärung" festgelegt. Das Thesenpapier, das unter dem Motto "Bewältigung des Güterverkehrs im Jahr 2000 plus" steht, wurde heute, Mittwoch, anläßlich einer von der Bundessektion Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich im Innsbrucker Kongresshaus veranstalteten Tagung verabschiedet. Anläßlich des informellen EU-Verkehrsministerrates am 15. und 16. September in Feldkirch (Vbg.) wird das Positionspapier durch den Spitzenvertreter der Bundessektion Verkehr, Komm.Rat Harald Bollmann, an EU-Verkehrskommissar Neil Kinnock und den österreichischen Verkehrsminister und Ratsvorsitzenden Caspar Einem übergeben und im Rahmen einer Pressekonferenz im Detail vorgestellt werden.

"In der vorliegenden Erklärung hat sich die Verkehrswirtschaft erstmals in dieser gebündelten Form der drei Megathemen Alpentransit, Schiene und EU-Ostereiterung angenommen. Wie ein roter Faden zieht sich dabei durch alle Punkte unsere Forderung nach gleichen Rahmenbedingungen: Nicht Dirigismus, sondern der Markt soll bestimmen. Nur so kann jeder Teilnehmer am Güterverkehrsgeschehen seine Qualitäten optimal einbringen", fasst Sektionsobmann Bollmann die hinter der Erklärung stehende Philosophie zusammen.

Wie das Dokument einleitend hervorhebt, gelte es, "auf sachlicher Basis und unter Einbeziehung aller Verkehrsträger realistische und vor allem realisierbare Maßnahmen umzusetzen. Die freie Wahl des Verkehrsmittels muss dabei auf jeden Fall gewährleistet bleiben".

Die Verkehrswirtschaft bekennt sich zu einem "dauerhaften, umweltverträglichen und wirtschaftlich effizienten europäischen Verkehrssystem auf der Grundlage des Prinzips der nachhaltigen Mobilität und eines fairen Wettbewerbs zwischen den Verkehrsarten, in dem alle Verkehrsträger ihre Systemvorteile nutzen können". Zur Sicherung der Grundlagen einer nach dem Leistungsprinzip ausgerichteten Verkehrswirtschaft solle nicht das Verbots-, sondern das Belohnungsprinzip im Vordergrund stehen.

Wie es weiter heißt, könne die Herausforderung der "Bewältigung des Güterverkehrs im Jahr 2000 plus" nur von allen Verkehrsträgern gemeinsam bewältigt werden. Auf der Basis der "Innsbrucker Erklärung" wird daher ein Gesamtkonzept eingemahnt, das u.a. eine Investitionsoffensive für die Verkehrsinfrastruktur umfasst und durch effizienten Wettbewerb und marktfähige Transportangebote sowie durch Partnerschaften und kooperatives Verkehrsmanagement zum Erfolg führt.

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