Skyba und Wallnöfer zu Strom-Liberalisierung

Das neue Wettbewerbsmodell (EIWOG) fair umsetzen

Wien (OTS) - Bei der gestern erfolgten Präsentation des vom 23. -25. September 1998 im Wiener Rathaus stattfindenden CEDEC-Symposium 1998 appellierten CEDEC-Vizepräsident und VKÖ-Vizepräsident Wiener Stadtwerke Generaldirektor Dr. Karl Skyba und VKÖ-Präsident, Chef der Innsbrucker Kommunalbetriebe, Dr. Bruno Wallnöfer "das neue Elektrizitätswirtschaftsrecht fair umzusetzen. Darüber hinaus fordern die kommunalen Ver- und Entsorger Österreichs wie bei der Strom-Marktöffnung auch beim Gaswirtschaftsgesetz einen fairen Marktzugang als zugelassene Kunden."

Skyba erinnert an den mühsamen Kampf mit Bund und Ländern, bis die Kommunalbetriebe bei der Elektrizität ihren Status als zugelassener Kunde erhielten. "Nun wiederhole sich dasselbe Spiel beim Erdgas", ergänzt Wallnöfer und spricht sich für einen fairen Marktzugang auch der kommunalen Gasverteiler aus.

Jedenfalls müßten die österreichischen Stadtwerke weiter kämpfen, sind Skyba und Wallnöfer überzeugt. Gerade beim Strom gehe es zunächst noch um die Regelung der Netznutzungstarife. Während die Verbundgesellschaft das gesamte Hochspannungsnetz in einen Topf werfen und die Nutzungskosten linear auf alle Unternehmen umlegen wolle (Brutto-Modell), besteht Wallnöfer auf dem Netto-Modell, bei dem jeder nach dem Verursacherprinzip nur soviel fürs Netz zahlt, wie er tatsächlich in Anspruch nimmt.

Besonders wachsam werden die Stadtwerke auch die noch ausständigen Ausführungsgesetze zum EIWOG (Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz) in den neun Bundesländern verfolgen. Konkret geht es Wallnöfer darum, "daß die vom Bund erteilte Ermächtigung von den Ländern nicht überschritten wird".

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