BEWAG : Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Der Vorstand der Bewag schlägt Verdopplung des Grundkapitals und der Ausschüttung vor

Der Vorstand der Bewag schlägt dem Aufsichtsrat eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln um 560 Millionen DM auf 1,12 Milliarden DM vor. Dies ist das Ergebnis der Sitzung des Vorstandes der Bewag am Dienstag, dem 8. September 1998, bei der der Jahresabschluß für das Geschäftsjahr 1997/98 (1. Juli 1997 bis 30. Juni 1998) aufgestellt wurde.

Wenn der Aufsichtsrat diese Beschlußvorlage in seiner Sitzung am 13. Oktober 1998 billigt und die Hauptversammlung am 15. Dezember 1998 zustimmt, erhält jeder Aktionär ohne Zahlung eines Entgeltes neue Aktien im Verhältnis von 1:1. Darüber hinaus schlägt der Vorstand vor, den Bilanzgewinn von 224 Millionen DM zur Ausschüttung einer Dividende von 1,- DM je 5-DM-Aktie auf das dann voll gewinnberechtigte Grundkapital von 1,12 Milliarden DM zu verwenden.

Möglich wird dies, weil die Bewag die mit der früheren Inselversorgung Berlins und der Wiedervereinigung der Stadt verbundenen Belastungen inzwischen weitgehend verkraftet hat. Durch die in der Vergangenheit vorgenommene Bildung von Rücklagen verfügt das Unternehmen zudem über eine - auch im Vergleich zur deutschen Industrie - hohe Eigenkapitalquote von 51 Prozent. Auf dem Weg in ein stärker wettbewerbliches Umfeld kann die Bewag ihre Aktionäre nunmehr in höherem Maße am Gesamtergebnis des Unternehmens beteiligen. Durch die Umwandlung von Gewinnrücklagen wird der Anteil des langfristig haftenden Grundkapitals am bilanziellen Eigenkapital auf rund 30 Prozent steigen und damit in einer branchenüblichen Größenordnung liegen. Mit dieser deutlichen Verbreiterung der Ausschüttungsbasis dokumentiert die Bewag die Nachhaltigkeit der eingeschlagenen Dividendenpolitik. Zugleich verbindet die Bewag damit das Ziel, die Attraktivität des Unternehmens auf dem Kapitalmarkt für potentielle Investoren zu steigern.

Um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu verbessern, hat die Bewag jedoch in den vergangenen Jahren ihre Kosten deutlich reduziert. Diese Einsparungen wurden durch niedrigere Preise an die Kunden weitergegeben. Das Land Berlin hat eine in den letzten fünf Jahren von 34 Millionen DM auf 204 Millionen DM gestiegene Konzessionsabgabe erhalten und damit einen steigenden Anteil der Wertschöpfung des Unternehmens erhalten.

Verbessertes Ergebnis durch deutlich reduzierte Aufwendungen im Geschäftsjahr 1997/98

Aufgrund deutlicher Einsparungen bei den Aufwendungen ist der Jahresüberschuß der Bewag im Geschäftsjahr 1997/98 gegenüber dem Vorjahr um 51,2 Prozent auf 279 Millionen DM gestiegen. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat neben der Ausschüttung von 224 Millionen DM weiterhin vor, 55 Millionen DM steuerfrei in die Gewinnrücklagen einzustellen.

Die Bewag hat wegen der im Vergleich zum Vorjahr erheblich milderen Witterung weniger Strom und Wärme abgesetzt als 1996/97. Die Umsatzerlöse verringerten sich um 133 Millionen DM auf 3,96 Milliarden DM. Außerdem waren die sonstigen betrieblichen Erträge 120 Millionen DM niedriger, da im Geschäftsjahr 1996/97 hohe periodenfremde Erträge durch die Auflösung von Rückstellungen und von Wertberichtigungen angefallen waren.

Durch striktes Kostenmanagement konnte die Bewag im abgelaufenen Geschäftsjahr die Aufwendungen für Material um 197 Millionen DM nochmals deutlich reduzieren. Darüber hinaus hat die Bewag erheblich geringere Sonderabschreibungen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz vorgenommen. Insgesamt ist dadurch der Jahresüberschuß deutlich gestiegen.

Als Indikator der nochmals verbesserten Ertragskraft der Bewag ist das Ergebnis nach DVFA/SG um 13,4 Prozent auf 2,59 DM je 5-DM-Aktie gestiegen. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern erhöhte sich von 6,2 Prozent im Vorjahr auf 8,9 Prozent. Die Investitionen in Sachanlagen hat die Bewag um 278 Millionen DM auf 679 Millionen DM verringert. Durch Aufstockung der Beteiligung an der GASAG Berliner Gaswerke AG stiegen die gesamten Investitionen allerdings um 66 Millionen DM auf insgesamt 1,08 Milliarden DM. Diese konnten zu 79 Prozent aus dem Cash-flow von 852 Millionen DM finanziert werden.

Ende der Mitteilung

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