Auslandsniederösterreicher mit vielen Anregungen

Wirtschafts-Weisenrat gebildet

St.Pölten (NLK) - "Das 4. VIP-Auslandsniederösterreicher-Treffen ist ein Beweis dafür, daß Niederösterreich weit größer ist als es der Atlas zeigt - vor allem durch Menschen, die sich auch in der Ferne ihr Herz für die Heimat bewahrt haben und ihre Weiterentwicklung mitgestalten wollen", betonte heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. An dem Treffen nahmen 43 Auslandsniederösterreicher aus 20 Staaten in vier Kontinenten teil. In vier Arbeitskreisen - Wirtschaft, Tourismus, Kunst und Kultur, Jugend und Erziehung - haben sie zwei Tage lang intensiv beraten und heute die Ergebnisse präsentiert. Besonders zukunftsweisend: Aufgrund eines im Vorjahr erarbeiteten Vorschlages wurde nunmehr ein Wirtschafts-Weisenrat ins Leben gerufen. Er soll die Lanesregierung beraten, ist, so Pröll, als Teil eines umfassenden Wirtschaftsrates gedacht, der in den nächsten Jahren eingerichtet werden soll, und trat heute erstmals zusammen. Zwölf Auslandsniederösterreicher, durchwegs erfolgreiche Unternehmer bzw. Manager, diskutierten mit dem Landeshauptmann, Landesrat Ernest Gabmann und niederösterreichischen Ansprechpartnern, darunter der Industrielle Dr. Cornelius Grupp, Siemens-Generaldirektor Dipl.Ing. Albert Hochleitner, EVN-Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber und Direktor Prof. Dipl.Ing. Günther Gfatter (Knorr Bremse GesmbH) Fragen wie Clusterbildungen, Ausbildungsform in der Zukunft, Risikokapital, Mobiliät der Arbeitnehmer usw.

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll verwies darauf, daß von den Auslandsniederösterreicher-Treffen immer wieder wertvolle Impulse, Denkanstöße und Vorschläge für konkrete Maßnahmen ausgehen. Niederösterreich sei mit Energie, Kraft und Innovationsgeist auf dem richtigen Weg, es wolle alle Ressourcen ausschöpfen, um den in den letzten Jahren erarbeiteten Spitzenrang in der Wirtschaftsentwicklung zu halten und unter die europäischen Top-Regionen zu kommen. Zu diesen Ressourcen gehörten besonders auch die engagierten Auslandsniederösterreicher.

In den vier Arbeitskreisen wurden wieder eine Reihe von Themen aufgegriffen und zum Teil sehr konkrete Vorschläge eingebracht.
Der Arbeitskreis Wirtschaft befaßte sich unter anderem mit dem Bereich der Telekommunikation, mit Möglichkeiten und Wegen, die Konkurrenzfähigkeit weiter zu verbessern, mit der Förderungspolitik und mit der dringend erforderlichen Internationalität im Ausbildungswesen, weit über dem Fremdsprachenunterricht hinaus. Wünschenswert wäre ein verstärkter Personalaustausch, z.B. durch die Vermittlung von Praktikanten.
Im Arbeitskreis Tourismus wurde vor allem das Angebot von Packages begrüßt, bei der Vermarktung seien allerdings noch Verbesserungen notwendig.
Eine Reihe von Vorschlägen kam wieder aus dem Arbeitskreis Kultur. Der aufgrund des Auslandsniederösterreicher-Treffens 1997 begonnene Aufbau einer Kultur-Datenbank werde im Ausland mit Begeisterung aufgenommen, der nächste Schritt sollte die Installierung eines "Ansprechpartners aus Fleisch und Blut" sein.
Die Forcierung des Schüleraustausches wurde im Arbeitskreis Bildung und Erziehung nicht nur gefordert, sondern es wurden auch konkrete Angebote auf den Tisch gelegt, so von Schulen in Kanada, Frankreich, Rußland, Ungarn, der Türkei und Belgien. Die begonnene Zusammenarbeit mit der österreichischen Schule in Guatemala sollte auch im Sinne der entwicklungspolitischen Zielsetzungen unbedingt fortgesetzt und ausgeweitet werden.

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