Initiative Arznei & Vernunft: Neue Therapie-Empfehlung "Magenkrank" vorgestellt

Präsentation beim 11. Weltkongress der Gastroenterologen in Wien – Interesse auch aus dem Ausland für europaweit einzigartiges Projekt – Arznei & Vernunft als Paradebeispiel einer erfolgreichen Integration im Gesundheitswesen

Wien(OTS/3.09.98) - Text. Die Initiative Arznei & Vernunft hat heute, Dienstag, im Rahmen des 11. Weltkongresses für Gastroenterologie in Wien ihre neue Therapie-Empfehlung "Magenkrank” zum Thema Ulcustherapeutika vorgestellt. Aus fachlicher Sicht präsentierten die Hauptautoren der Therapie-Empfehlung, Univ. Prof. Dr. Günter J. Krejs, Präsident des Weltkongresses, und Univ. Prof. Dr. Peter Ferenci, von 1996 – 1998 Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH), dieses neue Papier, das sich vor allem an niedergelassene Allgemeinmediziner wendet. Ferenci betonte, daß es "für die ÖGGH eine wichtige Aufgabe ist, an der Erarbeitung von modernen Therapievorschlägen mitzuarbeiten.” Krejs als Kongreßpräsident zeigte sich stolz, daß, während beim laufenden Kongreß der neueste Standard der Therapie in "State of the Art-Form” aufgezeigt wird, Österreich zur gleichen Zeit die derzeit am besten erachteten Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankungen des oberen Verdauungstraktes bekanntgeben kann. Weiters an dieser Publikation federführend mitgearbeitet haben die international renommierten Gastroenterologen Univ. Prof. Dr. Enno Hentschel (Hanusch-Krankenhaus, Wien), Univ. Prof. Dr. Franz X. Pesendorfer (Privatklinik Döbling) und Univ. Prof. Prim. Dr. Friedrich Renner, Leiter der Internen Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern in Ried/Innkreis.

Die neue Therapie-Empfehlung ist die dritte, die die Initiative Arznei & Vernunft nach "Blutfette” (Lipidsenker) und "Infekt” (Antibiotika) veröffentlicht. Sie enthält u.a. Behandlungsschemata zu Erkrankungen wie Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür), Ulcus ventriculi (Magengeschwür), zur Refluxkrankheit und zu verschiedenen Formen der Gastritis. Neben den medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten zeigt das Papier in übersichtlicher Form zudem auf, wie Patienten durch einfache Änderungen ihres Lebensstils ihr Befinden und ihren Krankheitszustand positiv beeinflussen können. Alle Therapie-Empfehlungen der Initiative Arznei & Vernunft zeigen die aktuellsten Behandlungsmöglichkeiten zum jeweiligen Indikationsgebiet auf. Sie beeinflussen aber in keiner Weise die therapeutische Freiheit (Verordnungsfreiheit) des Arztes.

Zum Thema "Magen” wird mit Unterstützung der Österreichischen Apothekerkammer schon in wenigen Wochen eine Patientenbroschüre in allen heimischen Apotheken aufliegen, die Herrn und Frau Österreicher die wichtigsten Fakten zu Magenleiden darlegt, aber auch über Präventionsmöglichkeiten informiert.

Zwt.: Pharmig: "Historischer Durchbruch” geglückt

Der Präsident der Pharmig, Dr. Ulrich H. Bode, bezeichnete die Präsentation der Therapie-Empfehlung "Magenkrank” beim Weltkongress für Gastroenterologie als "zweifachen historischen Durchbruch”. Zum einen habe dieses Papier eine schwierige Entstehungsgeschichte hinter sich (ein erster Entwurf mußte 1995
ad acta gelegt werden, Anm.), zum zweiten sei es für die
Initiative Arznei & Vernunft, die ja von der Pharmig angeregt
worden war, ein "ganz großer Erfolg und ein eindeutiger Qualitätsbeweis sowie ein wichtiger politischer Faktor” (Bode), daß die Präsentation des Papiers beim prominentesten Fachkongreß des Jahres vorgestellt werden konnte.

Die Initiative Arznei & Vernunft, ein europaweit einzigartiges Gemeinschaftsprojekt zwischen Pharmawirtschaft und Hauptverband
der Sozialversicherungsträger, findet seit ihrem Bestehen 1994 weltweite Beachtung. Ziel der Initiative ist es, durch Verknüpfung hoher medizinischer Standards mit ökonomischen Parametern den medizinischen Fortschritt in Österreich auch in Zukunft sicherzustellen. Die Initiative wird mittlerweile vom Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, der Österreichischen Apothekerkammer und der Österreichischen Ärztekammer, sowie von der Bundesarbeitskammer unterstützt.

"Arznei & Vernunft ist eine typisch österreichische Erfolgsstory, deren Wurzeln in der spezifischen Fähigkeit der Österreicher, erst miteinander zu reden, bevor sie miteinander streiten, liegt”, sagte der Pharmig-Präsident. Bode weiter: "Das hohe Interesse aus dem europäischen Raum, aber auch aus Ländern wie Australien, zeigt deutlich, daß das kleine Österreich mit Arznei & Vernunft auf dem richtigen Weg ist.”

Zwt.: Integration funktioniert: – Kopiert das Konzept für die Weiterentwicklung des heimischen Gesundheitswesens!

Für Dr. Bode ist Arznei & Vernunft ein klares Beispiel dafür, daß nur vernetzte Strukturen im Gesundheitswesen die Versorgungssicherheit der Menschen und den medizinischen
Fortschritt sichern können. Bode: "Nur, wenn im Gesundheitswesen alle an einem Strang ziehen und über individuelle Interessenslagen hinweg miteinander kooperieren, kann das übergeordnete Ziel erreicht werden. Ich weiß, daß viele sagen, daß das nicht klappen kann, obwohl sie selbst nicht wissen, warum nicht. Wir, Pharmawirtschaft und Sozialversicherung beweisen am Beispiel
Arznei & Vernunft gemeinsam mit allen anderen, die diese
Initiative unterstützen, daß das sehr wohl – und höchst erfolgreich – funktioniert!” Bodes Resumée: "Wir hatten den Mut, mit Arznei & Vernunft über viele Schatten zu springen und
Barrieren Stück für Stück niederzureißen. Genau das ist das Erfolgsrezept, das der Auffassung der Pharmig nach auch das österreichische Gesundheitssystem braucht, um auch weiterhin Optimales für alle Menschen dieses Landes leisten zu können!”. (Ende)

Rückfragen & Kontakt:

Pharmig-Pressestelle, Ruth Mayrhofer
Tel. 1/523 29 56
e-mail: pharmig-mayrhofer@apanet.at

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