Musikinstrumenten-Fachhandel setzt jährlich 1,6 Mrd Schilling um

Klaviere und Digitalpianos sind am beliebtesten Nur jedes 40. Kind lernt ein Instrument

Wien (PWK) - Jetzt ist es "amtlich": Österreichs Musikinstrumenten-Fachhandel erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von mehr als 1,6 Mrd Schilling. Das ergab eine Analyse des Fessel/GFK-Instituts im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich. "Auch der Pro-Kopf-Umsatz ist beachtlich. Im Durchschnitt erwirtschaftet jedes Geschäft einen Jahresumsatz von 8 Mio Schilling", stellt Norbert Ludwig, Vorsitzender des Musikinstrumentenfachhandels in der Wirtschaftskammer Österreich, fest. ****

Am beliebtesten sind derzeit Klaviere und Digitalpianos mit einem Umsatzanteil von 19 Prozent, gefolgt von Keyboards (18 Prozent) und Gitarren mit 16 Prozent. Insgesmat beschäftigen die rund 200 Betriebe 574 Mitarbeiter.

Ludwig warnt jedoch davor, die Musikerziehung weiter zu vernachlässigen. Obwohl sich Österreich gerne als "Musikland" präsentiert, lernt nur ,mehr jedes 40. Kind tatsächlich ein Musikinstrument. Der internationale Durchschnitt liegt bei jedem 7. Kind. "Hier entwickelt sich ein Kreislauf, der nicht nur der heimischen Musikindustrie, sondern der gesamten kulturellen Entwicklung unseres Landes enormen Schaden zufügt", meint Ludwig und ruft dazu auf "die Kinder wieder mehr für aktive Musik zu begeistern, als sie mit Computerspielen oder ähnlichem zu überschütten". Durch die jahrelange einseitige elektronische Medienlandschaft sei der Stellenwert heimischer Musiker drastisch gesunken, was sich natürlich auch im Musikhandel auswirke.

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