Maderthaner kurbelt Wirtschaftsbeziehungen mit Iran an

Wirtschaftsmission und Kfz-Zulieferer in Teheran erfolgreich Starkes Interesse für Gruppenausstellung auf Messe Teheran

PWK - Der Ausbau der österreichisch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen war Hauptthema der Gespräche, die Wirtschaftskammerpräsident Leo Maderthaner am Wochenende in Teheran mit den iranischen Ministern für Handel, Industrie und Energie sowie mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern führte. Auf der Reise nach Teheran wurde der WKÖ-Präsident von der bisher größten österreichischen Wirtschaftsmission begleitet, die in den letzten Jahren den Iran besucht hat: 31 Firmen boten Industriezulieferungen, Technologietransfer und Investitionsgüter an, 16 weitere nahmen an einem vom iranischen Industrieministerium organisierten Kfz-Zulieferseminar teil. ****

Im Beisein von Präsident Maderthaner wurde in Teheran auch der Vorvertrag für ein österreichisch-iranisches Joint-Venture für die Erzeugung von Elektroschutzschaltern in der Zollfreizone Chahbahar unterzeichnet. Einige Missionsteilnehmer kündigten an, in nächster Zeit Niederlassungen in Teheran zu eröffnen. Unter anderem beabsichtigt auch die OMV die Errichtung eines Büros in der iranischen Hauptstadt, um sich stärker auf dem Erdöl- und Erdgassektor zu engagieren.

Das Interesse der österreichischen Firmen an einer verstärkten Bearbeitung des iranischen Marktes zeigt sich auch bei der diesjährigen Internationalen Messe Teheran (2. bis 9.Oktober): die

WKÖ-Gruppenausstellung ist mit 40 Firmen überbucht.

Um den hohen österreichischen Überschuß im Handel mit dem Iran zu verringern, soll nächstes Jahr über Einladung von Präsident Maderthaner eine iranische Wirtschaftsdelegation nach Wien kommen, um hier ihre Produkte zu präsentieren. (1997 stand den österreichischen Iran-Exporten von 3,3 Mrd S knapp eine halbe Mrd S an Importen gegenüber). In nächster Zeit ist auch mit Besuchen hochrangiger iranischer Regierungsmitglieder in Österreich zu rechnen.

Seit dem Regierungswechsel im Vorjahr öffnet der Iran zunehmend den Markt und zeigt sich stärker an Auslandsbeziehungen interessiert, erklärt Österreichs Handelsdelegierter in Teheran, Oskar Smrzka. Vor kurzem sei auch der Dialog mit der EU wieder aufgenommen worden.

Der Iran halte sich genau an seine Umschuldungsvereinbarungen und leiste pünktliche Rückzahlungen. Das habe viele westliche Länder (darunter auch Österreich) veranlaßt, wieder langfristige Exportkreditfinanzierungen für den Iran aufzunehmen.

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Dr. Gerhard Kernthaler

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