MAN AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung / Teil 2/3

Fortsetzung des Aktionärsbriefes der MAN Aktiengesellschaft

Zur Entwicklung der Bereiche

Wie in den Vorjahren werden die Teilkonzerne und die MAN Aktien-gesellschaft über die Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche noch vertiefend berichten. Nachfolgend werden vorab auf Basis der vorläufigen Zahlen die Entwicklung von Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis in den Tätigkeitsbereichen des MAN Konzerns erläutert:
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Auftragseingang
Geschäftsjahr Veränd. in Mio DM 1997/98 1996/1997 in %

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Nutzfahrzeuge
9.502 8.126 + 17 Industrielle Dienstleistungen 5.606 5.269 + 6

Druckmaschinen 3.061 2.298 + 33 Dieselmotoren 1.801 1.730 + 4 Maschinen- und Anlagenbau*) 5.353 5.314 + 1 Holding, Sonstige*)

Druckmaschinen 2.820 2.471 + 14 Dieselmotoren 1.996 1.616 + 24

Maschinen- und Anlagenbau*) 4.820 4.706 + 2 Holding, Sonstige*) 775 910 - 15 Konsolidierung - 729 - 619 - Umsatz MAN Konzern 24.793 21.354 + 16 ---------------------------------------------------------------- ---------------------------------------------------------------- Auftragsbestand
Geschäftsjahr Veränd. in Mio DM 1997/98 1996/97 in % ---------------------------------------------------------------- Nutzfahrzeuge
3.164 2.491 + 27 Industrielle Dienstleistungen 4.828 4.978 - 3

Druckmaschinen 1.815 1.612 + 13 Dieselmotoren 1.278 1.281 0 Maschinen- und Anlagenbau*) 9.786 9.293 + 5 Holding, Sonstige*) 256 371 - 31 Konsolidierung - 246 - 322 - Auftragsbestand MAN Konzern 20.881 19.704 + 6 ---------------------------------------------------------------- ----------------------------------------------------------------- Ergebnis vor Ertragsteuern Geschäftsjahr Veränd. in Mio DM 1997/98

1996/97 in Mio DM ----------------------------------------------------------------- Nutzfahrzeuge 338 182 + 156 Industrielle Dienstleistungen 136 143-7

Druckmaschinen 22 - 115 + 137 Dieselmotoren 135 131 + 4 Maschinen-

und Anlagenbau*) 244 167 + 77 Holding, Sonstige, Konsolidierung*)-

66 - 15 - 51 Ergebnis vor Ertragsteuern Konzern 809 493 + 316 Ertragsteuern-197-144 - 53 Jahresüberschuß MAN Konzern 612 34 +263

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*) Die Restaktivitäten MAN GHH wurden dem Bereich "Holding, Sonstige" zugeordnet; die Vorjahreszahlen sind zum besseren Vergleich
angepaßt. Die im Vorjahr "at equity" einbezogene Schwäbische Hüttenwerke GmbH ist erstmals als sonstiges Unternehmen quotenkonsolidiert.

Die Nachfrage nach Lkw ab 6 t Gesamtgewicht nahm 1997/98 in Westeuropa, unserem Hauptabsatzgebiet, deutlich zu. MAN Nutzfahrzeuge konnte an dieser Entwicklung überproportional partizipieren und ihren Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 17% auf 9,5 Mrd DM steigern. Sowohl im Inland (+19%) als auch im Ausland (+15%) wurden zweistellige Zuwachsraten erreicht. Beim Marktanteil konnte sich MAN Nutzfahrzeuge in Deutschland mit 25% gut behaupten und in Westeuropa insgesamt auf 13,5% verbessern. Die Aktivitäten zur Erschließung der osteuropäischen Märkte wurden gezielt verstärkt.

Angesichts der guten Auftrags- und Beschäftigungslage hat MAN Nutzfahrzeuge im Verlauf des Geschäftsjahres den Personalstand um mehr als 1.400 neue Mitarbeiter erhöht, weitere flexible Arbeitszeitmodelle eingeführt und die vorhandenen Kapazitäten teilweise mehrschichtig ausgelastet. Die Produktion stieg in 1997/98 auf rd. 50.400 Nutzfahrzeuge (Vorjahr: 43.800). Mit 8,8 Mrd DM wurde das bisher höchste Umsatzvolumen eines Geschäftsjahres abgewickelt. Vor diesem Hintergrund konnte MAN Nutzfahrzeuge ihre Ertragslage wesentlich verbessern und ein Ergebnis vor Steuern von 338 Mio DM erzielen, das sind 156 Mio DM oder +86% mehr als im Vorjahr.

Die Geschäftsentwicklung bei den Industriellen Dienstleistungen war insgesamt gut. Durch die weitere Integration der im Vorjahr übernommenen DSD Dillinger Stahlbau und der Öl- und Gasaktivitäten der MAN GHH sowie durch einen kräftigen Zuwachs im Stahlgeschäft verbesserte sich der Auftragseingang trotz eines erwartungsgemäß rückläufigen Großauftragsvolumens um 6% auf 5,6 Mrd DM. Erheblich zugelegt auf 6,3 Mrd DM hat der Umsatz; dies entspricht einem Zuwachs von knapp 2 Mrd DM oder 45%. Das Ergebnis vor Ertragsteuern belief sich auf 136 Mio DM, der Rückgang gegen-über 1996/97 um 7 Mio DM beruht auf dem Entfall von im Vorjahr enthaltenen Sondererträgen.

Der Druckmaschinenbereich hat mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von +22 Mio DM die Phase konjunktur- und strukturbedingter
Verluste beendet. Die in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung und Weiterentwicklung der Produkte bei gleichzeitiger Kostenreduzierung ermöglichten zusammen mit einer guten Auftrags-und Beschäftigungslage einen "Turnaround" beim Ergebnis um 137 Mio DM. MAN Roland konnte an der weltweit kräftig gestiegenen Nachfrage nach Druckmaschinen überproportional teilhaben und beim Auftragseingang einen Zuwachs von 33% auf 3,1 Mrd DM erzielen. Der Umsatz stieg um 14% auf 2,8 Mrd DM; das Plus stammt noch ausschließlich aus dem Bogenbereich. Im Rollenbereich hat sich der gestiegene Bestelleingang in einer verbesserten Auslastung, aber aufgrund der Durchlaufzeiten noch nicht im Umsatz niedergeschlagen.

Der Bereich Dieselmotoren konnte sich in einem durch die Asienkrise schwieriger gewordenen Umfeld gut behaupten und seine bedeutende Position auf dem Weltmarkt halten. Auftragseingang und Umsatz lagen mit 1,8 Mrd DM bzw. 2,0 Mrd DM über den Vorjahreswerten. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg leicht auf 135 Mio DM.

Bei den im Maschinen- und Anlagenbau tätigen Gesellschaften lagen die Bestelleingänge mit 5,4 Mrd DM auf Vorjahreshöhe; geringere Großauftragsvolumina konnten durch ein gewachsenes laufendes Geschäft

insbesondere bei MAN Technologie und ihrer Tochtergesellschaft GHH Borsig Turbomaschinen sowie im SMS-Verbund kompensiert werden. Das Ergebnis verbesserte sich um 77 Mio DM auf 244 Mio DM, hierzu haben vor allem die gute Auslastung und Effizienzsteigerungen in den Teilkonzernen MAN Technologie und RENK sowie im SMS-Verbund beigetragen.

Der Bereich "Holding, Sonstige" umfaßt die MAN AG, ihre direkt geführten Dienstleistungstöchter, die Restaktivitäten der MAN GHH sowie die erstmals in 1997/98 mit 50% quotenkonsolidierte Schwäbische Hüttenwerke GmbH; im Ergebnisbeitrag sind außerdem nicht zugeordnete Vorsorgeaufwendungen enthalten. Der Fehlbetrag von -66 Mio DM beruht überwiegend auf nachlaufenden Aufwendungen aus den Restaktivitäten der MAN GHH; hierzu gegenläufige Ertragsposten werden erst in den Folgejahren realisiert.

Es folgt Teil 3/3

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