Die Bildschirmarbeitsverordnung (BS-V) ist da! Detailregelungen zur Gestaltung von Büros seit 1.5.1998 in Kraft

Wien (OTS) - Die Bildschirmarbeitsverordnung (BS-V) ist seit 1.5.1998 in Kraft. Sie stellt eine wesentliche Ergänzung zu den gesetzlichen Regelungen für Bildschirmarbeitsplätze im ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) dar. Entsprechend dem ASchG ist Ergonomie im Büro eine verbindliche Aufgabe des Arbeitnehmerschutzes:
"Arbeitgeber sind verpflichtet, Bildschirmarbeitsplätze ergonomisch zu gestalten" (ASchG, § 67,Abs. 2).Die BS-V präzisiert diese Gesetzespflichten nun genauer, insbesondere werden geregelt:

* Mindestanforderungen der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung für Bildschirm und Tastatur; Arbeitstisch und Arbeitsfläche; Arbeitsstuhl; Belichtung und Beleuchtung; Strahlung;.

* Anspruch auf Pausen/Tätigkeitswechsel, Augenuntersuchungen und Sehbehelf, sofern die Beschäftigten durchschnittlich ununterbrochen mehr als zwei Stunden oder durchschnittlich mehr als drei Stunden am Bildschirm arbeiten;

* Bestimmungen für Information, Unterweisung, Anhörung/Beteiligung der Arbeitnehmer hinsichtlich der Aspekte, welche die Arbeit am Bildschirm bestreffen;

* Inkrafttreten, Ausnahmen und Abweichungen der Verordnungsinhalte;

Arbeitsinspektorat stellt Schutzziele in den Vordergrund

Bei der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung geht es nicht in erster Linie darum, Kochrezepte aus der Verordnung zu erfüllen. Ein Erlaß des Zentral-Arbeitsinspektorates stellt anhand der Anforderungen für Arbeitsstühle klar, daß es in erster Linie um die sinngemäße Einhaltung von Schutzzielen geht. Beispielsweise wird in der BS-V festgelegt, daß die Rückenlehne von Arbeitsstühlen in Höhe und Neigung verstellbar sein muß, um dem Rücken eine gute Abstützung in verschiedenen Sitzpositionen zu bieten. Ziel dieser Bestimmung ist es, eine benutzergerechte Anpassung des Lendenbausches im Bereich des 3. und 4. Lendenwirbels zu ermöglichen. Die Erreichung dieses Schutzzieles ist aus der Sicht des Zentral-Arbeitsinspektorates auch mit geeigneten Arbeitsstühlen ohne höhenverstellbare Rückenlehne möglich: "Dieses Schutzziel kann auch durch Bürodrehsessel, die beispielsweise über nicht höhenverstellbare "Permanentkontaktlehnen" verfügen, realisiert werden."

Blaha-Seminartag am 19. Oktober 1998

Die Firma Blaha Büromöbelindustrie hat seit 1994 mehrere Informationsseminare zum Thema "Büroergonomie" veranstaltet, welche stets über den aktuellen Stand der Gesetzgebung informiert haben. Aufgrund des aktuellen Themas wird die Firma Blaha Büromöbelindustrie am 19.Oktober 1998 im Wiener SAS-Hotel zu einem weiteren Seminartag zum Thema Bildschirmarbeitsverordnung einladen. Mit der Durchführung ist - wie bisher - das einschlägig spezialisierte Dienstleistungsunternehmen human ware GmbH. beauftragt. Experten und Praktiker werden eine praxisnahe Übersicht über die Neuerungen der Bildschirmarbeitsverordnung bieten. Referate und Diskussionsbeiträge liefern DI Johanna Gänsler (Arbeitsinspektion), Ass.Prof. Dr. Walter Hackl-Gruber (TU Wien), Alexander Heider (Arbeiterkammer), Dr. Huber-Spitzy (Augenfachärztin, Arbeitsmedizinerin), Gustav Kneisz (Blaha Büromöbelindustrie), Prof. Dr. Peter Köck (Wirtschaftskammer), Mag. Martina Molnar (human ware), Herwig Pirklbauer (UTA Telekom AG), Dipl.Ing. Franz Tschismarov (Arbeitsinspektion), Dipl.Ing. Michael Wichtl (AUVA und gerichtl. beeidet. Sachverständiger).

Veranstalter: Blaha Büromöbel

Termin: Montag, 19. Oktober 1998, 8.30 bis 16.00 Uhr

Ort: SAS-Hotel, 1011 Wien, Parkring 16 (Parkplätze sind in der Hotelgarage reserviert)

Rückfragen & Kontakt:

Blaha Büromöbel,
Frau Martousch (Seminarsekretariat),
2100 Korneuburg, Tel.: 02262/72505-13

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