Transporteure kritisieren Aktionstag der Int. Gewerkschaft

Rüde Töne sind in der Sozialpartnerschaft in Österreich nicht üblich

Wien (PWK) - Der Fachverband Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich kritisiert den Aktionstag der internationalen Transportarbeiterföderation am 8. September am Brenner. ****

Der Ton, den die ITF auch in Österreich anschlägt, war bis jetzt in der Sozialpartnerschaft unüblich, stellt ein Sprecher des Fachverbandes fest. Der Fachverband Güterbeförderung führt seine Gespräche mit der Gewerkschaft HTV auch bei größten Auffassungsunterschieden in einem in der Sozialpartnerschaft sachlichen Ton.

Mit den Novellen zum Arbeitszeitgesetz 1994 und 1997 wurde zwischen den österreichischen Sozialpartnern ein Kompromiß über die Einführung der EU-Sozialvorschriften in Österreich erzielt. Daran wird der Fachverband nicht rütteln. Die Funktionäre der ITF sollten sich bei ihren österreichischen Kollegen über das gute Funktionieren der Sozialpartnerschaft erkundigen. Der Fachverband Güterbeförderung lehnt jede Einmischung von außen ab. Die Sozialpartner sind jederzeit und ohne die Hilfe der ITF in der Lage, ihre internen Arbeitszeitprobleme zu lösen.

Ein Lenker, der bei einem österreichischen Transporteur beschäftigt ist, darf pro Woche maximal neun Stunden und zwei mal pro Woche zehn Stunden lenken. Nach sechs Stunden Arbeitszeit ist eine Ruhepause von einer Stunde zu halten und nach 4,5 Stunden Lenkzeit eine Lenkpause von 45 Minuten. Während dieser Pausen dürfen keine anderen Arbeiten durchgeführt werden. Die tägliche und wöchentliche Ruhezeit orientiert sich ebenfalls an den EU-Sozialvorschriften und die Bezahlung richtet sich nach der Einsatzzeit. Bezahlt wird die gesamte Einsatzzeit minus einer Stunde Ruhepause.

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Mag. Rudolf Bauer
Tel: 01/50105/DW 3180

FV Güterbeförderungsgewerbe

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