KfV-Appell: "Kinder als Verkehrsteilnehmer respektieren!" -GRAFIK Kinder gehören in den Kindersitz !!

Wien (OTS) - Pünktlich zum Schulbeginn in Ostösterreich werden wieder viele Kinder das Bild des Straßenverkehrs prägen. Das KfV erneuert daher seinen Appell an alle Kfz-Lenker, Kinder als Verkehrsteil-nehmer besonders ernst zu nehmen und zu respektieren. "Dazu gehört in erster Linie, das Tempo zu reduzieren, damit jederzeit auf Kinder reagiert werden kann", meinen die Experten des KfV. Das Tempo sollte nicht nur vor Schulen reduziert werden, sondern überall dort, wo man mit Kindern rechnen muß. Denn: "70 bis 90 Prozent aller Unfälle mit Kindern passieren gar nicht am Schulweg, sondern in der Freizeit", so das KfV: "Mehr 60 Prozent der Autofahrer halten sich nicht einmal an das 50-Km/h-Limit im Ortsgebiet."

Die Kinderunfallstatistik 1997 spricht leider eine deutliche Sprache. Im vergangenen Jahr wurden bei insgesamt 599 Schulweg-Unfällen 632 Schüler verletzt und 7 getötet. 381 der Kinder verunglückten als Fußgänger, 109 oder 28,6 % davon auf Schutzwegen!

Aber auch die Eltern sind gefordert. Sie sollten schon mit ihren Kleinen das richtige Verhalten am Schulweg trainiert haben und die sicherste Route ausgewählt haben. "Wenn Eltern das noch nicht gemacht haben, ist es jetzt höchste Zeit", so das KfV. Alle Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringen, seien in diesem Zusammenhang an die gesetzliche Pflicht zur Verwendung von Kindersitzen erinnert. Diese Pflicht, die man verantwortungsbewußten Eltern nicht erklären müssen sollte, wird leider all zu oft nicht eingehalten. Ein Drittel der Kinder werden im Auto nicht vorschriftsmäßig gesichert! Die Gefahr, bei einem Unfall getötet oder schwer verletzt zu werden ist jedoch für ungesicherte Kinder 7mal höher ist als für gesicherte.

In der Woche vom 31. August bis 6. September 1998 sind nach vorläufigen Zahlen des Innenministeriums 18 Menschen bei 13 tödlichen Verkehrsunfällen in Österreich ums Leben gekommen, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 13. Es handelt sich um 8 PKW-Lenker, 7 PKW-Beifahrer, 2 LKW-Insassen und 1 Radfahrer. Hauptunfallursache war in 6 Fällen Fahren mit nicht angepaßter Geschwindigkeit, Überholen (2), Unachtsamkeit (1), Übermüdung (2) und Fahrstreifenwechsel (1).

Die Hauptunfallursachen der tödlichen Verkehrsunfälle im August 1998 waren:

Im Zeitraum vom 1. bis 31. August 1998 ereigneten sich auf Österreichs Straßen 88 tödliche Verkehrsunfälle mit vorläufig 105 Toten. Die Hauptunfallursache war Fahren mit nicht angepaßter Geschwindigkeit (32), Vorrangverletzung (10), Überholen (9), Unachtsamkeit (7), Übermüdung (9), Herz-Kreislauf-Versagen (5), Fehlverhalten Fußgänger (3), Wildunfall (1), Abstand (1), sonstige (3), ungeklärt (8). Bei 8 dieser täglichen Verkehrsunfälle war Alkohol beteiligt, 10 tödlich Verunglückte waren nicht angegurtet, einer trug keinen Helm.

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KfV/Pressestelle/ Herbert Koczera
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