Bartenstein: Nationalpark Neusiedler See ausbauen und weiterentwickeln

Neue Flächen in die Naturzone aufnehmen - 129 Mio. Schilling für Nationalparks in Österreich

Wien/Illmitz (OTS) - "Die erste Phase für den Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel mit den Schwerpunkten Forschung und Infrastruktur ist abgeschlossen. Künftig geht es vor allem darum, den Nationalpark durch die Erweiterung der Schutzflächen und durch die Sicherung von Nutzungsrechten auszubauen und weiterzuentwickeln." Das erklärte Umweltminister Dr. Martin Bartenstein heute, Montag, in Illmitz bei der Unterzeichnung eines Bund-Länder-Vertrags zur Erhaltung und Weiterentwicklung des Nationalparks.

Die erste Phase des Aufbaus sei gut gemeistert worden, lobte Bartenstein. Infrastruktur, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, Besucherlenkung und Flächenmanagement seien seit der Gründung vor fünf Jahren intensiv aufgebaut worden. Ein künftiger Schwerpunkt ist für Bartenstein die Erweiterung der Naturzone, in der die strengsten Schutzbestimmungen für Flora und Fauna gelten. Dafür sollten nun die Voraussetzungen geschaffen werden. Eine erste Erweiterungsfläche im Gemeindegebiet von Podersdorf (Karmazik)
wird mit dem heute unterzeichneten Vertrag bereits fixiert.

Die Finanzierung des Nationalparks, die je zur Hälfte Umweltministerium und Land Burgenland übernehmen, wird gemäß diesem Vertrag künftig etwas modifiziert. Die Hälfte-Hälfte-Regelung bleibt aufrecht, der Bund hat aber die Möglichkeit, prozentuell mehr zu den Mitteln für die Flächensicherung beizusteuern. Das jährliche Gesamtbudget bleibt konstant. Im Vorjahr hat das Umweltministerium den Nationalpark Neusiedler See mit rund 27 Millionen Schilling gefördert, für 1998 steht die gleiche Summe bereit.

Insgesamt stellt das Umweltministerium heuer 129 Millionen Schilling für Nationalparks in Österreich zur Verfügung. Obwohl seit der Einrichtung des Nationalparks Neusiedler See mit den Donau-Auen, den Kalkalpen und dem Thayatal drei weitere Parke dazugekommen sind, wurde das Gesamtbudget nicht gekürzt, hob Bartenstein hervor. Er werde sich dafür einsetzen, daß die für die österreichischen Nationalparke notwendigen Mittel auch in Zukunft zur Verfügung stehen.

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