AK Tumpel: Den Schülern den Aufstieg erleichtern!

Schule muß fördern statt auslesen

Wien (OTS) - Gebührenfreie Nachhilfe in der Schule und automatisches Aufsteigen für Schüler mit nur einem Nichtgenügend im Jahreszeugnis: Das verlangt AK Präsident Herbert Tumpel. "Gute Ratschläge der Schulverwaltung für Schüler, die zum Nachzipf antreten müssen, sind zuwenig", kritisiert der AK Präsident. "Wir müssen den Schülern den Aufstieg erleichtern. Die Schule muß fördern statt auslesen." Mindestens 15.000 Schüler mit nur einem oder zwei Nichtgenügend dürften heuer zu einer "Ehrenrunde" verdonnert werden, weil sie den Nachzipf nicht schaffen. Tumpel:
"Das ist oft unnötig. Da müssen Schüler ein Jahr wiederholen, die in 12 von 13 Fächern positive Noten hatten."Weniger Schüler sollen sitzenbleiben müssen. "Wo es kein Sitzenbleiben gibt, ist der Schulerfolg nicht schlechter", verweist Tumpel auf Erfahrungen von Ländern wie Dänemark, Finnland, Großbritannien oder Irland. Dort ist das Sitzenbleiben überhaupt abgeschafft. ****

35.000 Schüler mußten im Vorjahr eine Klasse wiederholen. Darunter waren 15.000, die die Wiederholungsprüfung nicht schafften, aber nur ein oder zwei Nichtgenügend im Zeugnis hatten. Heuer rechnen die AK Experten mit einer ähnlich hohen Zahl. "Dahinter stecken Schicksale. Die Kinder werden aus dem Klassenverband gerissen,
viele verlieren das Interesse am Lernen, im schlimmsten Fall kommt es zum Schulabbruch", zählt AK Präsident Tumpel Argumente von Pädagogen gegen das Sitzenbleiben auf. In vielen europäischen Ländern gibt es deshalb auch kein Sitzenbleiben mehr, nur freiwilliges Wiederholen - und bei internationalen Vergleichstests schneiden Absolventen in diesen Ländern genauso gut ab wie dort,
wo es das Sitzenbleiben noch gibt.

"Außerdem ist Sitzenbleiben teuer für Familien und Staat", kritisiert Tumpel. In Summe 4 Milliarden Schilling: So hoch sind laut Berechnungen der AK Experten bei 35.000 Schülern, die wiederholen müssen, die jährlichen Kosten für den Staat. Dazu kommen noch an die 8 Milliarden Kosten für die Familien selbst, etwa für den Unterhalt, für die Schulkosten - und die explodierenden Kosten für Nachhilfe. Allein dafür mußten die Eltern im Vorjahr insgesamt 1,6 Milliarden Schilling ausgeben.
"Der Erfolg eines Kindes darf nicht davon abhängen, was sich die Eltern leisten können", sagt Tumpel. "Es darf nicht riskiert werden, daß die Zahl der Schulabbrecher steigt - und damit die
Zahl der Jugendlichen, die schlechte Chancen am Arbeitsmarkt
haben, weil ihnen der Abschluß fehlt."

"Wir müssen den Schülern den Aufstieg erleichtern. Die Schule muß fördern statt auslesen", verlangt Tumpel:
- Die Schulen sollen - für die Eltern kostenlose - Nachhilfe anbieten, zum Beispiel in Vorbereitungskursen auf die Wiederholungsprüfungen; in Tutorien, in denen ältere Schüler jüngeren helfen; und in Förderkursen, die das ganze Jahr über gehalten werden.
- Wer nur einen Fünfer hat, soll automatisch aufsteigen können -nicht, wie bisher, nur auf Beschluß der Lehrerkonferenz.
- Der schulpsychologische Dienst, die Bildungsberatung in der
Schule und die Berufsorientierung sollen ausgebaut werden.

"Die Eltern sollen sich nicht ständig sorgen müssen, ob ihr Kind die nächste Klasse erreicht, die Schüler sollen angstfrei lernen können", so der AK Präsident. "Letztlich werden auch Staat und Eltern von unnötigen Kosten entlastet", so der AK Präsident. "Und die freien Budgetmittel könnten für mehr Förderung in der Schule eingesetzt werden."
AK Tumpel: Den Schülern den Aufstieg erleichtern!
Utl.: Schule muß fördern statt auslesen =

Wien (OTS) - Gebührenfreie Nachhilfe in der Schule und automatisches Aufsteigen für Schüler mit nur einem Nichtgenügend im Jahreszeugnis: Das verlangt AK Präsident Herbert Tumpel. "Gute Ratschläge der Schulverwaltung für Schüler, die zum Nachzipf antreten müssen, sind zuwenig", kritisiert der AK Präsident. "Wir müssen den Schülern den Aufstieg erleichtern. Die Schule muß fördern statt auslesen." Mindestens 15.000 Schüler mit nur einem oder zwei Nichtgenügend dürften heuer zu einer "Ehrenrunde" verdonnert werden, weil sie den Nachzipf nicht schaffen. Tumpel:
"Das ist oft unnötig. Da müssen Schüler ein Jahr wiederholen, die in 12 von 13 Fächern positive Noten hatten."Weniger Schüler sollen sitzenbleiben müssen. "Wo es kein Sitzenbleiben gibt, ist der Schulerfolg nicht schlechter", verweist Tumpel auf Erfahrungen von Ländern wie Dänemark, Finnland, Großbritannien oder Irland. Dort ist das Sitzenbleiben überhaupt abgeschafft. ****

35.000 Schüler mußten im Vorjahr eine Klasse wiederholen. Darunter waren 15.000, die die Wiederholungsprüfung nicht schafften, aber nur ein oder zwei Nichtgenügend im Zeugnis hatten. Heuer rechnen die AK Experten mit einer ähnlich hohen Zahl. "Dahinter stecken Schicksale. Die Kinder werden aus dem Klassenverband gerissen,
viele verlieren das Interesse am Lernen, im schlimmsten Fall kommt es zum Schulabbruch", zählt AK Präsident Tumpel Argumente von Pädagogen gegen das Sitzenbleiben auf. In vielen europäischen Ländern gibt es deshalb auch kein Sitzenbleiben mehr, nur freiwilliges Wiederholen - und bei internationalen Vergleichstests schneiden Absolventen in diesen Ländern genauso gut ab wie dort,
wo es das Sitzenbleiben noch gibt.

"Außerdem ist Sitzenbleiben teuer für Familien und Staat", kritisiert Tumpel. In Summe 4 Milliarden Schilling: So hoch sind laut Berechnungen der AK Experten bei 35.000 Schülern, die wiederholen müssen, die jährlichen Kosten für den Staat. Dazu kommen noch an die 8 Milliarden Kosten für die Familien selbst, etwa für den Unterhalt, für die Schulkosten - und die explodierenden Kosten für Nachhilfe. Allein dafür mußten die Eltern im Vorjahr insgesamt 1,6 Milliarden Schilling ausgeben.
"Der Erfolg eines Kindes darf nicht davon abhängen, was sich die Eltern leisten können", sagt Tumpel. "Es darf nicht riskiert werden, daß die Zahl der Schulabbrecher steigt - und damit die
Zahl der Jugendlichen, die schlechte Chancen am Arbeitsmarkt
haben, weil ihnen der Abschluß fehlt."

"Wir müssen den Schülern den Aufstieg erleichtern. Die Schule muß fördern statt auslesen", verlangt Tumpel:
- Die Schulen sollen - für die Eltern kostenlose - Nachhilfe anbieten, zum Beispiel in Vorbereitungskursen auf die Wiederholungsprüfungen; in Tutorien, in denen ältere Schüler jüngeren helfen; und in Förderkursen, die das ganze Jahr über gehalten werden.
- Wer nur einen Fünfer hat, soll automatisch aufsteigen können -nicht, wie bisher, nur auf Beschluß der Lehrerkonferenz.
- Der schulpsychologische Dienst, die Bildungsberatung in der
Schule und die Berufsorientierung sollen ausgebaut werden.

"Die Eltern sollen sich nicht ständig sorgen müssen, ob ihr Kind die nächste Klasse erreicht, die Schüler sollen angstfrei lernen können", so der AK Präsident. "Letztlich werden auch Staat und Eltern von unnötigen Kosten entlastet", so der AK Präsident. "Und die freien Budgetmittel könnten für mehr Förderung in der Schule eingesetzt werden."

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