Wiener Jugendanwalt: Statt Karenzgeld für alle Mütter - Grundsicherung für alle Kinder

Rechtsanspruch für Kinder und Jugendliche auf ein Grundeinkommen

Wien (OTS) - Derzeit jagt ein Vorschlag den anderen welche Erwachsenen wann und Wieviel Geld für ihre Kinder erhalten sollen.****

Einerseits wird Karenzgeld für alle Mütter gefordert, andererseits will man die Kindergärten flächendeckender gestalten. Für beide Ansätze gibt es sinnvolle Argumente.

Der Wr. Jugendanwalt Dr. Schmid stellte fest, daß eines aber -wie schon bei der Familiensteuerreform - nicht bedacht wird:

Man könnte sich all diese Diskussionen ersparen, wenn man von dem "Konsumenten" des Geldes ausgehen würde - nämlich den Kindern.

Da all diese Beiträge letztlich den Sinn haben eine Grundsicherung für die Kinder zu ermöglichen, ist nicht zu verstehen, warum dies nicht tatsächlich auch so gehandhabt wird.

Eine echter Beitrag für eine Grundsicherung aller Kinder wäre ein Basiseinkommen (ca. 4000.- zwölfmal im Jahr), auf das sie
einen Rechtsanspruch haben.

Für Kinder bis ca. zu 14. Lebesjahr wären die Eltern bezugsberechtigt und müßten den Betrag nachweislich für ihre Kinder ausgeben (Wenn AutofahrerInnen genaue Aufzeichnungen über ihre gefahrenen Autokilometer führen, wäre es auch zumutbar über die Ausgaben für das Kind Buch zu führen).
Ab dem 14. Lebensjahr könnten die Jugendlichen selbst über das Grundeinkommen verfügen.
Dieses Einkommen dürfte natürlich nur für grundlegende Bedürfnisse ausgegeben werden.

Ein genaues Konzept liegt in der Kinder- und
Jugendanwaltschaft Wien bereits auf.

Dieses - hier nur kurz skizzierte - Modell hat einen Vorteil:
Es muß nicht mehr diskutiert werden, wer, wielange, wieviel für seine Kinder bekommt, sondern es ist eindeutig: Jedes Kind ist anspruchsberechtigt.

Die Finanzierung wäre ebenfalls gesichert. Bei Heranziehung von Familienbeihilfen, Steuerabsetzbeträgen und anderer Zuwendungen, die dem Kind eigentlich zustehen, aber den Erwachsenen
zugesprochen werden, wäre dieses Modell aufkommensneutral.

Rückfragen & Kontakt:

Herr Dr. Anton Schmid
Tel: (01) 1708 oder 688 78 58

Kinder- & Jugendanwaltschaft Wien

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