Die Operette lebt - Nachwuchs vorhanden

Abschluß des Dostal-Sängerwettbewerbes in St.Pölten

St.Pölten (NLK) - Wer alten Operetten-Zeiten nachhängt und etwa meint, daß nach den früheren Größen der goldenen und silbernen Ära nichts Vergleichbares mehr nachkommt, ist gewaltig im Irrtum. Wie alljährlich werden auch heuer wieder die besten Nachwuchssänger auf dem Gebiet der Operette im Rahmen des Wettbewerbes der Internationalen Kunstförderung Nico Dostal ermittelt. Schauplatz der Vorrunde und der Finalentscheidung am 18. und 19. September ist das Theater der Landeshauptstadt St.Pölten. An den Vorentscheidungen am 18. September nehmen insgesamt 33 Sängerinnen und Sänger aus ganz Europa, aber auch aus Übersee teil. Ein Drittel davon sind Österreicherinnen und Österreicher. Am 19. September findet der Finalwettbewerb statt. Jeder Teilnehmer singt zwei Lieder, ein musikalisches Werk von Prof. Nico Dostal und das Lied eines anderen Operettenkomponisten. Eine Jury mit prominenten Sängern führt die Bewertung durch. Der erste Preis beträgt 12.000 Schilling, der zweite 8.000 und der dritte Preis 5.000 Schilling, gestiftet von der Familie Dostal. Zusätzlich gibt es Ehrennadeln und Urkunden der Internationalen Kunstförderung Nico Dostal. Es gibt es weitere Geldpreise, die nach Bewertung durch das Publikum vergeben und von Casinos Austria zur Verfügung gestellt werden.

Nico Dostal, Jahrgang 1895, war geborener Korneuburger, er erbte von seinem Großvater, der Militärkapellmeister war, das musikalische Talent. Er begann zunächst ein Jus-Studium in Wien und absolvierte daneben eine gründliche musikalische Ausbildung, die durch die Einberufung zum Militär ein vorzeitiges Ende erfuhr. Nach dem Ersten Weltkrieg begann er eine Karriere als Theaterkapellmeister, seine erste Station war St.Pölten. Es folgte eine große Zahl von erfolgreichen Operetten, die in ganz Europa aufgeführt wurden. Dostal schrieb auch die Musik zu einer Reihe von Tonfilmen mit Künstlern wie Zarah Leander, Johannes Heesters und Heinz Rühmann.

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