VOTRUBA : BARTENSTEIN-MODELL KÖNNTE NACHTEILE BRINGEN

Karenzgelderhöhung und Verbesserung Vereinbarkeit Beruf/Familie Einheit

St. Pölten (SPI) Das nunmehr von Familienminister Martin Bartenstein vorgestellte Modell einer Neuordnung der Familienbeihilfe und des Karenzgeldes könnte Nachteile mit sich bringen, die die scheinbaren Vorteile bei weitem aufwiegen. Auch würde davon nicht der Großteil der Frauen, sondern lediglich eine kleine Gruppe profitieren –von den negativen Auswirkungen des Wegfalls einer ganzen Reihe bestehender Förderungen ganz zu schweigen, erklärte die Landesvorsitzende der SPÖ-Frauen-NÖ, Landesrätin Traude Votruba Freitag vormittag in einer Zusammenfassung der Ergebnisse des SPÖ-Landesfrauenkomitees von Donnerstag abend gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. "Für die SPÖ-Frauen stellen die Anhebung des Karenzgeldes und eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine untrennbare Einheit dar. Weder darf es dazu kommen, daß die Frauen zwar mehr Geld für die Kinderbetreuung bekommen, aber schrittweise wieder aus der Arbeitswelt verschwinden, weil die Betreuungseinrichtungen unerschwinglich werden oder überhaupt fehlen, noch dazu, daß sie bewußt aus dem Arbeitsprozeß weg- und damit in neue Abhängigkeiten hineingelockt werden", betonte Votruba weiters.****

Genau diese Auswirkungen sind aber durch die Schaffung eines Kinderbetreuungsschecks oder in diese Richtung gehende Veränderungen zu befürchten, die wir aber sowohl aus frauen-, als auch familien-und arbeitsplatzpolitischer Sicht ablehnen, unterstrichen die SPÖ-Frauen-NÖ. "Ziel muß eine bestmögliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein, da nur dann eine wirkliche Entscheidungsfreiheit für die Frauen und innerhalb der Familie erreicht werden kann. Dafür sind die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen", hob Votruba hervor. Gleichzeitig soll und muß durch eine Anhebung des Karenzgeldes eine echte Existenzsicherung erreicht werden, die auch für die Väter einen höheren Anreiz darstellen würde, in Karenz zu gehen. "Um eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erreichen, sind neben dem zügigen Ausbau der Betreuungseinrichtungen vor allem auch die Karenzregelungen flexibler zu gestalten, so daß ein öfterer Wechsel sowohl zwischen den Elternteilen als auch zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigungen leichter wird – was letztendlich eine reine legistische Maßnahme darstellt, die keine zusätzlichen Kosten, aber viele zusätzliche Vorteile mit sich bringt", so Votruba, die abschließend anmerkte, daß "es aber auch an der Bereitschaft der Wirtschaft liegen wird, ihrem Bekenntnis zur Familie auch mehr Flexibilität in den Betrieben folgen zu lassen". (Schluß)nk/wb

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